1. April 2014 Neue Gemeindegrenzen im HSK

April 5, 2014 in Allgemeines von Susanne Müer

Aus Ameckern werden Balver

Arnsberg. Am heutigen 1.4. tritt der Regionalrat bei der Bezirksregierung in Arnsberg zu einer Sondersitzung zusammen. Es geht in der Sitzung um nicht weniger als die Revision der seit 40 Jahren bestehenden Gemeindegrenzen im westlichen Hochsauerlandkreis. Der Bezirksregierung liegt ein von mehr als 1000 Bürgerinnen und Bürgern unterschriebener Antrag vor, die Gemarkung Amecke der Stadt Balve zuzuschlagen. “Der Antrag wird von mehr als 85 % der Amecker Bevölkerung getragen. Diesem eindrucksvoll vorgetragenen Bürgerwillen können und wollen wir uns nicht entgegenstellen” bestätigte  Regierungspräsident Bollermann  dieser Zeitung. Auch die Landesregierung hat der Korrektur der kommunalen Grenzen bereits zugestimmt. Offen ist allerdings noch, ob die neue größere Stadt Balve dann weiter zum Märkischen Kreis gehören soll oder Teil des Hochsauerlandkreises werden wird. Dazu wird gerade eine Volksabstimmung vorbereitet, wie uns aus den beiden Kreishäusern in Meschede und Lüdenscheid bestätigt wurde. “Hier wird eine neue Kultur der Bürgerbeteiligung begründet”  so Landrat Dr. Schneider vom HSK. Sein Kollege aus Lüdenscheid stimmt dem zu: “Die Zeiten in denen von oben herab am Willen der Bevölkerung vorbei Verwaltungsgrenzen gezogen wurden, sind endgültig vorbei.”

In einer Erklärung der Stadt Balve heißt es: Wir freuen uns in Balve auf unsere neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Amecke.” Die guten und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Amecke und den unmittelbar angrenzenden Balver Ortsteilen Langenholthausen und Mellen gaben letztlich den Ausschlag dafür, dass sich die Amecker für Balve entschieden haben. Im Rennen waren auch noch Neuenrade und Attendorn, das wegen seiner Wirtschaftskraft und den Synergien wegen der Lage beider Gebiete an einer Talsperre lange favorisiert war. Allerdings hatte die Landesregierung kategorisch abgelehnt eine Exklave des Kreises Olpe in Amecke zuzulassen.

Der Beitritt von Amecke zur Stadt Balve hat sich bereits seit einigen Monaten abgezeichnet. “Die Unzufriedenheit mit den vielen merkwürdigen Entscheidungen aus dem Rathaus in Sundern hat die Ameckerinnen und Amecker zu diesem breit getragenen Schritt bewogen. Ein Verbleib bei der Stadt Sundern war für uns einfach nicht mehr zumutbar” so ein Sprecher der Initiative “Freiheit für Amecke – Raus aus Sundern”

Im Rathaus in Sundern war man zu keiner Stellungnahme bereit. Der Bürgermeister befand sich wegen einer Insolvenzangelegenheit gerade beim Amtsgericht in Arnsberg.

Aus vertraulichen Quellen hat diese Zeitung im übrigen erfahren, dass es auch in anderen Ortsteilen der Stadt Sundern ähnliche Initiativen gibt. So haben sich Bürger aus Hagen und Wildewiese in der letzten Woche mit Vertretern der Gemeinde Finnentrop konspirativ im Gasthof Steinberg in Wildewiese zusammengesetzt. Der Ortvorsteher aus Allendorf wurde in letzter Zeit häufiger in Neuenrade gesehen und auf Ortschildern im Bereich des “Alten Testamentes” haben radikale Aktivisten schon häufiger den Stadtnamen in Meschede geändert. Auch Langscheid möchte sich Amecke anschließen. Damit läge der gesamte Sorpesee in Zukunft im Stadtgebiet Balve.

Amecke ist da schon weiter. Ab dem 1.4. wird das Dorf am Sorpesee zu Balve gehören.

(NS: Dies ist natürlich nur ein Aprilscherz)