Stellungnahme der BI zur Sondersitzung des Rates am 9.12.14

Dezember 15, 2014 in Allgemeines, Ferienpark von Susanne Müer

Ermüdende Sitzung ohne Überzeugungskraft

Die Hoffnung stirbt zuletzt und so waren jetzt wieder einmal Mitglieder der BI Amecke 21 – für einen sanften Tourismus ins Rathaus gepilgert, um der Sondersitzung zum Thema Ferienpark beizuwohnen mit der Erwartung, dass diese Sitzung ein wenig Licht ins Dunkel bringen würde. Und wieder einmal wurden sie eines Besseren belehrt: Der Bürgermeister wird einfach nicht müde, die Angelegenheit schön zu reden oder sich zumindest immer wieder geschickt aus der Schusslinie zu nehmen. Auch nach Verlesung der 19 Seiten, auf denen die Chronologie des Ferienparks dargestellt wurde, gab es wieder mehr Fragen als Antworten. Das befand auch Michael Stechele (SPD). Es sei nichts „im stillen Kämmerlein“ geregelt worden, sagte Lins. Dass in solchen Momenten Teile der Politik nicht vor Wut schäumen, macht immer wieder stutzig. Nix Neues also, könnte man meinen. Stimmt nicht ganz: Neben einigen kritischen Stellungnahmen von Seiten der Politik gab es einen möglicherweise alles entscheidenden Satz vom FDP-Fraktionsvorsitzenden und stellvertretenden Bürgermeister Rüdiger Laufmöller, der sinngemäß sagte: Man solle doch einmal überlegen, ob das Projekt Ferienpark wirklich mit diesem Projektentwickler realisiert werden müsse. DAS IST ES, liebe Kommunalpolitiker! Wacht doch endlich auf! Werdet mutig! Werdet Euch endlich der Verantwortung für die kommenden Generationen bewusst! Ferienparks gibt es doch schon wie Sand am Meer, mit Freizeit-Infrastruktur nicht nur für die Gäste, auch für die Anwohner. Dieses „Amecker Wochenendhausprojekt für betuchte Geldgeber“ wird jedoch keinen Mehrwert bringen.
Ach ja, die Arbeitsplätze, heißt es jetzt. Und die Region wird aufgewertet. Aber wenn es keine Infrastruktur gibt, wo sollen denn da die Arbeitsplätze herkommen? Jobs für Nachtwächter vielleicht.
Wir jedenfalls bleiben bei der Meinung: Das Projekt passt nicht hierher! Der Urlauber der Zukunft sucht charmante Orte mit besonderem Flair. Keine Bettenburgen oder Retortenstädte. Und „Ferienparks“ von der Stange gibt es im Hochsauerlandkreis wahrlich genug.