15.09.16 Wir kämpfen weiter…….

Vor wenigen Tagen hat die Stadt Sundern eine sog. Risikoanalyse und eine Informationsvorlage zur geplanten Ferienparksiedlung in Amecke veröffentlicht. Nach Aussage von BM Brodel gab es kürzlich mit den Niederländern nach einer einjährigen Gesprächspause einen Austausch im Rathaus zu diesem Thema. Demnach hat der Feriensiedlungsbetreiber Roompot großes Interesse, die geplanten 220 Ferienhäuser in Amecke zu bauen. Es wird also ernst! In der Beratungsvorlage zur Sitzung am 15.09.16 heißt es: “Die Anlage, die aus nicht mehr als 220 Ferienhäusern bestehen und in einem Bauabschnitt errichtet werden soll, soll an 365 Tagen im Jahr betrieben werden. Nach Angaben der Fa. Roompot werden ca. 100 bis 150 Arbeitsplätze neu geschaffen. Der zu erwartende Umsatz liegt nach Angaben der Fa. Roompot bei ca. 6-7 Mio. Euro/Jahr. Seitens der der Fa. Roompot wird davon ausgegangen, dass die Anlage je zur Hälfte von holländischen und deutschen Urlaubern besucht wird. Laut Geschäftsmodell der Fa. Roompot werden die Häuser aufgrund des niederländischen Steuerrechts zunächst veräußert und dann für 15 Jahre zurückgemietet und dann an Besucher weiter vermietet. Der Eigentümer eines Hauses hat das Recht zur 3-wöchigen Nutzung/Jahr.
Die BI Amecke21 verfolgt vor diesem Hintergrund weiterhin das Ziel, die Feriensiedlung zu verhindern.

Parken an der Sorpe bleibt ein Thema

Leserbrief zum Artikel in der WR/WP vom 23.04.15
“Parken an der Sorpe bleibt ein Thema”
Schade, dass die Verwaltung immer noch mehr Wert auf die vermeintlichen Investoren legt, die eigentlich nur Grundstückshändler und Spekulanten sind, als auf die Bürger der Stadt Sundern, hier insbesondere die Bürger von Amecke. Warum muss das Ziel sein, etwas in Gang zu setzen, was auch dem „Investor“ nutze, aber zum Nachteil der Amecker Bürger ist?  Ein Großraumparkplatz, der unmittelbar an die Wohnbebauung am Roden angrenzt, belastet die Anwohner, die ja bereits mit nicht unerheblichen Lärmbelästigungen aufgrund der deutlichen Verkehrszunahme durch das Regionale-Projekt leben müssen, noch einmal zusätzlich.
Zur Erinnerung: Es ging bei allen Entscheidungen immer um das Großprojekt Ferienpark und Regionale. Ohne die Illusion Ferienpark hätte es die Regionale hier nicht gegeben.
Wir fordern erneut, dass die Interessen der Amecker Bürger vor die der „Investoren“ gestellt werden.

Stellungnahme der BI zur Sondersitzung des Rates am 9.12.14

Ermüdende Sitzung ohne Überzeugungskraft

Die Hoffnung stirbt zuletzt und so waren jetzt wieder einmal Mitglieder der BI Amecke 21 – für einen sanften Tourismus ins Rathaus gepilgert, um der Sondersitzung zum Thema Ferienpark beizuwohnen mit der Erwartung, dass diese Sitzung ein wenig Licht ins Dunkel bringen würde. Und wieder einmal wurden sie eines Besseren belehrt: Der Bürgermeister wird einfach nicht müde, die Angelegenheit schön zu reden oder sich zumindest immer wieder geschickt aus der Schusslinie zu nehmen. Auch nach Verlesung der 19 Seiten, auf denen die Chronologie des Ferienparks dargestellt wurde, gab es wieder mehr Fragen als Antworten. Das befand auch Michael Stechele (SPD). Es sei nichts „im stillen Kämmerlein“ geregelt worden, sagte Lins. Dass in solchen Momenten Teile der Politik nicht vor Wut schäumen, macht immer wieder stutzig. Nix Neues also, könnte man meinen. Stimmt nicht ganz: Neben einigen kritischen Stellungnahmen von Seiten der Politik gab es einen möglicherweise alles entscheidenden Satz vom FDP-Fraktionsvorsitzenden und stellvertretenden Bürgermeister Rüdiger Laufmöller, der sinngemäß sagte: Man solle doch einmal überlegen, ob das Projekt Ferienpark wirklich mit diesem Projektentwickler realisiert werden müsse. DAS IST ES, liebe Kommunalpolitiker! Wacht doch endlich auf! Werdet mutig! Werdet Euch endlich der Verantwortung für die kommenden Generationen bewusst! Ferienparks gibt es doch schon wie Sand am Meer, mit Freizeit-Infrastruktur nicht nur für die Gäste, auch für die Anwohner. Dieses „Amecker Wochenendhausprojekt für betuchte Geldgeber“ wird jedoch keinen Mehrwert bringen.
Ach ja, die Arbeitsplätze, heißt es jetzt. Und die Region wird aufgewertet. Aber wenn es keine Infrastruktur gibt, wo sollen denn da die Arbeitsplätze herkommen? Jobs für Nachtwächter vielleicht.
Wir jedenfalls bleiben bei der Meinung: Das Projekt passt nicht hierher! Der Urlauber der Zukunft sucht charmante Orte mit besonderem Flair. Keine Bettenburgen oder Retortenstädte. Und „Ferienparks“ von der Stange gibt es im Hochsauerlandkreis wahrlich genug.

Offener Brief an den BM vom 5.11.14

Bürgermeister Detlef Lins
Stadtverwaltung Sundern
Rathausplatz 1
59846 Sundern

Amecke, 05.11.2014

Sehr geehrter Herr Lins,
vergeblich warten wir seit geraumer Zeit auf die von Ihnen angekündigte Sondersitzung
zum Thema „Ferienpark Amecke“. Wieder einmal haben sich viele Fragen angestaut, die
wir in diesem offenen Brief an Sie richten mit der Bitte, sie in der Ratssitzung am
13.November und zusätzlich schriftlich zu beantworten.
1. Gibt es einen Pacht-/Mietvertrag für die Parkplatzfläche unterhalb des ehemaligen
Freibades, am ehemaligen Hotel „Wildpark“?
2. Was zahlt die Stadt für die Parkplätze an wen?
3. Wann werden das ehemalige Hotel „Wildpark“ und das Gebäude des Tennisclubs
abgerissen?
4. Bekam oder bekommt der Tennisclub Amecke, wie im Vorfeld versprochen, Ersatz für
den Verlust des Platzes? Und falls „ja“, wo?
5. Wann erfolgen die Zahlungen der Stadt an die ehemalige Besitzerin des Parkplatzes?
6. Was geschieht mit den Flächen rund um das ehemalige Freibadgelände?
7. Sind die 7, 50 €/m2 endgültig passé?
8. Gibt es die 1 Euro Abgabe auch in Zukunft?
9. Sind die bisher genannten Partner nach wie vor am Projekt beteiligt (Stepinvest,
Dormio)?
10. Gibt es neue andere Beteiligte?
11. Ist eine Bebauungsplanänderung aus Sicht der Investoren erforderlich?
12. Wird seitens der Stadt eine Bebauungsplanänderung für erforderlich gehalten?
13. Was haben Sie in den vergangen Monaten mit den Niederländern besprochen?
14. Warum drang davon bisher nichts an die Öffentlichkeit, obwohl Sie wiederholte Male
mehr Transparenz versprochen haben?
15. Wer hat den Auftrag zum Mulchen der abgeholzten Flächen erteilt?
16. Welche Firma hat die Arbeiten ausgeführt?
17. Wer hat die Arbeiten bezahlt?
18. Was bedeutet das Mulchen vor dem Hintergrund der von Ihnen geführten Gespräche
mit den niederländischen Geschäftspartnern?
Zur Vermessung von Grundstücken: Einer Presseinformation war zu entnehmen, man
“arbeite am endgültigen Aussehen des Areals”.
19. Bedarf es keiner Bebauungsplanänderung? Was genau wurde getan?
Nach unseren Informationen erwartet die Stadtmarketing GmbH 100 000€.
20. Welche Aufgaben hat das Stadtmarketing von der Projekt GmbH übernommen?
21. Welche Konzepte, Hilfeleistungen bei Planungen oder Behördenterminen hat das
Stadtmarketing erbracht?
Wir fordern eine genaue Auflistung und Beschreibung aller Dienstleistungen.
22. Wann wurde beauftragt?
23. Wer hat beauftragt?
24. Was wurde beauftragt?
25. Welche Zahlungen wurden beauftragt?
26. Wer zahlt denn nun die angekündigten 100 000€?
Die Projekt GmbH ist in Konkurs gegangen. Von dort ist wohl kaum eine Zahlung zu
erwarten.
27. Gibt es einen Rechtsnachfolger dieser GmbH?
28. Wer ist das und übernimmt derjenige die ausstehenden Verbindlichkeiten?
29. Wer ist der Geschäftsführer der Sorpesee Projekten BV?
30. Welche Aufgabe übernimmt diese Gesellschaft?
Da nunmehr schon wieder einige Monate seit der Bürgerversammlung im Februar hier in
Amecke vergangen sind, und auch die damals in einem, von Ihnen während einer
Ratssitzung verlesenen, Brief des Investors gemachten Ankündigungen nicht eingetreten
sind, halten wir es für notwendig diese Fragen zu beantworten.
Wir erwarten, nach den vielen falschen, Gott sei Dank nie eingetretenen Ankündigungen
der Vergangenheit endlich die versprochene Transparenz im Zusammenhang mit der
Ferienhaussiedlung.

Mit freundlichem Gruß
BI Amecke 21 – für einen sanften Tourismus

1. April 2014 Neue Gemeindegrenzen im HSK

Aus Ameckern werden Balver

Arnsberg. Am heutigen 1.4. tritt der Regionalrat bei der Bezirksregierung in Arnsberg zu einer Sondersitzung zusammen. Es geht in der Sitzung um nicht weniger als die Revision der seit 40 Jahren bestehenden Gemeindegrenzen im westlichen Hochsauerlandkreis. Der Bezirksregierung liegt ein von mehr als 1000 Bürgerinnen und Bürgern unterschriebener Antrag vor, die Gemarkung Amecke der Stadt Balve zuzuschlagen. “Der Antrag wird von mehr als 85 % der Amecker Bevölkerung getragen. Diesem eindrucksvoll vorgetragenen Bürgerwillen können und wollen wir uns nicht entgegenstellen” bestätigte  Regierungspräsident Bollermann  dieser Zeitung. Auch die Landesregierung hat der Korrektur der kommunalen Grenzen bereits zugestimmt. Offen ist allerdings noch, ob die neue größere Stadt Balve dann weiter zum Märkischen Kreis gehören soll oder Teil des Hochsauerlandkreises werden wird. Dazu wird gerade eine Volksabstimmung vorbereitet, wie uns aus den beiden Kreishäusern in Meschede und Lüdenscheid bestätigt wurde. “Hier wird eine neue Kultur der Bürgerbeteiligung begründet”  so Landrat Dr. Schneider vom HSK. Sein Kollege aus Lüdenscheid stimmt dem zu: “Die Zeiten in denen von oben herab am Willen der Bevölkerung vorbei Verwaltungsgrenzen gezogen wurden, sind endgültig vorbei.”

In einer Erklärung der Stadt Balve heißt es: Wir freuen uns in Balve auf unsere neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Amecke.” Die guten und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Amecke und den unmittelbar angrenzenden Balver Ortsteilen Langenholthausen und Mellen gaben letztlich den Ausschlag dafür, dass sich die Amecker für Balve entschieden haben. Im Rennen waren auch noch Neuenrade und Attendorn, das wegen seiner Wirtschaftskraft und den Synergien wegen der Lage beider Gebiete an einer Talsperre lange favorisiert war. Allerdings hatte die Landesregierung kategorisch abgelehnt eine Exklave des Kreises Olpe in Amecke zuzulassen.

Der Beitritt von Amecke zur Stadt Balve hat sich bereits seit einigen Monaten abgezeichnet. “Die Unzufriedenheit mit den vielen merkwürdigen Entscheidungen aus dem Rathaus in Sundern hat die Ameckerinnen und Amecker zu diesem breit getragenen Schritt bewogen. Ein Verbleib bei der Stadt Sundern war für uns einfach nicht mehr zumutbar” so ein Sprecher der Initiative “Freiheit für Amecke – Raus aus Sundern”

Im Rathaus in Sundern war man zu keiner Stellungnahme bereit. Der Bürgermeister befand sich wegen einer Insolvenzangelegenheit gerade beim Amtsgericht in Arnsberg.

Aus vertraulichen Quellen hat diese Zeitung im übrigen erfahren, dass es auch in anderen Ortsteilen der Stadt Sundern ähnliche Initiativen gibt. So haben sich Bürger aus Hagen und Wildewiese in der letzten Woche mit Vertretern der Gemeinde Finnentrop konspirativ im Gasthof Steinberg in Wildewiese zusammengesetzt. Der Ortvorsteher aus Allendorf wurde in letzter Zeit häufiger in Neuenrade gesehen und auf Ortschildern im Bereich des “Alten Testamentes” haben radikale Aktivisten schon häufiger den Stadtnamen in Meschede geändert. Auch Langscheid möchte sich Amecke anschließen. Damit läge der gesamte Sorpesee in Zukunft im Stadtgebiet Balve.

Amecke ist da schon weiter. Ab dem 1.4. wird das Dorf am Sorpesee zu Balve gehören.

(NS: Dies ist natürlich nur ein Aprilscherz)

17.3.14 BI AMECKE21 wirft FDP “Heuchelei” vor…

Auch nach mehr als einem Jahr gesellschaftspolitischen Engagements, in dem wir immer deutlicher hinter die Kulissen des politischen Betriebes schauen konnten, platzt uns so dann und wann noch immer der Kragen – wie jetzt, nach dem Lesen der FDP-Ausführungen.

Wir sind d` accord mit der FDP, dass man eine so heikle Vorlage, wie sie den Fraktionen im Rat der Stadt Sundern (wieder einmal) extrem kurzfristig eingereicht wurde, nicht entscheiden darf, wenn man sie nicht genau studiert hat. So kann man seinem politischen Mandat und seiner Verantwortung dem Bürger gegenüber nicht gerecht werden. Das haben wir schon zigmal beklagt. Und darum fand die Mehrheit der BI den Auszug der FDP aus dem Ratssaal nur konsequent.

Wenn man allerdings genauer hinsieht, war dieser Auszug ja nur ein plakatives Signal. Die FDP ist nicht damit einverstanden, dass das, was die „Task Force“ „entschieden“ hat, nicht umgesetzt wird, sagt sie. Stimmt, damit wird diese „Arbeitsgruppe“ wahrlich eine „Talk Farce“. Allerdings war sie das nach unseren Recherchen die ganze Zeit. Wir wissen, dass die Politiker in dieser Runde so gut wie gar nichts zu sagen hatten. Leider, leider hatten die niederländischen Verhandlungspartner auch jetzt die Fäden in der Hand. Dadurch, dass dem Investor bereits vor Jahren der rote Teppich ausgerollt wurde, dass man sich von diesem Investor einen nicht unbeträchtlichen Geldbetrag geliehen hat, dass man sich auf heikle Grundstücks-Tauschereien eingelassen hat, hat man sich erpressbar gemacht. Vertragliche Grundlagen gibt es nicht. Das gilt auch für das Amecker Freibad. Ein Gemauschel ohne Ende – ohne juristischen Sachverstand. Eine jahrelange Täuschung des Wahlvolks. Ein Skandal. Wer so mit öffentlichen Geldern umgeht, sollte endlich Konsequenzen ziehen. Und diese Verantwortung tragen unserer Meinung nach nicht nur ein oder zwei Personen …

Dass die FDP aber jetzt so tut, als seien erst aufgrund der vergangenen Ratsentscheidung dem Investor Tür und Tor geöffnet, ist eine unfassbare Heuchelei!! Diese Türen und Tore standen den „Heilsbringern aus den Niederlanden“ seit eh und je weit offen! Mit dem ehemaligen Stadtmarketing-Chef hatten sie Füße in allen Türen und Toren, so dass diese nur schwer zugeschlagen werden können. Und dafür trägt auch die FDP Verantwortung!

Wie schrieb Hermann-J. Jürgensmeier so treffend: „Die Handlungen waren schon zu Zeiten, als das Projekt Ferienhaussiedlung noch bewusst und gewollt von der Politik gelenkt wurde, als dem Wähler noch eine klare Linie suggeriert wurde, von verantwortungslosem, erbärmlichem und größenwahnsinnigem Inhalt geprägt.

Heute steht die Politik vor einem Scherbenhaufen, mit dem Rücken zur Wand.

… Und die Opposition ist nicht wirklich auf eine bitter notwendige Konfrontation eingestellt. Sie hat sich, bis auf Scheingefechte, schon ergeben.“

Auch Monate nach den Insolvenzen der „Gastwelten GmbH“ und der „Sundern Projekt GmbH“ sind weder Verantwortliche benannt noch haben diese ihre Verantwortung eingestanden.

28.09.13 WP/WR Baubeginn am Ferienpark Amecke im Frühjahr 2014

Lt. Pressemitteilung der Westalenpost/Westfälische Rundschau soll jetzt mit dem Bau des Ferienparks in Amecke im Frühjahr 2014 begonnen werden.

hier klicken: 28.09.2013 – WP/WR: Baubeginn am Ferienpark Amecke im Frühjahr 2014

Zwischenmitteilungen des BM zum offenen Brief vom 3.9.13

Fri, 13.09.2013 08:47:22

Guten Morgen, Frau Neiteler,

Bezug nehmend auf unseren letzten Mailaustausch reiche ich die Information nach, dass der endgültige Zeitplan und die weitere
Vorgehensweise final am kommenden Wochenende/Anfang der kommenden Woche ausgearbeitet ist. Diese wird dann sofort an die Öffentlichkeit weiter gereicht. Sie erhalten von mir eine gesonderte Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen und Ihnen ein schönes Wochenende,

D. Lins

Fri, 06.09.2013 15.16 Uhr

Sehr geehrte Frau Müer,
nach meinem Urlaub „hinke“ ich noch etwas hinterher, ich bitte dies zu entschuldigen.

Bezüglich der Anfrage sind noch einige Dinge hausintern, aber auch terminlich abzustimmen. Ich melde mich Anfang der Woche mit einer konkreten Antwort.

Ihnen ein schönes Wochenende,

D. Lins

Stellungnahme zur Berichterstattung (04.05.2013) „CDU Amecke will Regionale optimieren“

Stellungnahme zur Berichterstattung WP/WR vom 04.05.2013: „CDU Amecke will Regionale optimieren“

Die Bürgerinitiative „AMECKE 21 – Für einen sanften Tourismus“ hat zu keiner Zeit überlegt, ein Normenkontrollverfahren gegen die Pläne zur „Regionale 2013“ anzustrengen. Diese von der CDU Amecke geäußerte Vermutung ist falsch.
Wie unter http://www.amecke21.de nachzulesen ist, ist das Thema Regionale 2013 mit der Bürgerversammlung in der letzten Februarwoche für die BI beendet. Die BI respektiert die Mehrheitsmeinung der Amecker Bürgerinnen und Bürger, die sich zufrieden zeigen mit den Planungen rund um das Sorpevorbecken.
Die Bürgerinitiative sieht ihr Hauptanliegen nach wie vor darin, sich für einen sanften und nachhaltigen Tourismus und damit gegen einen 20 Hektar großen Ferienpark mit 220 Häusern einzusetzen.

Stellungnahme zur Ratssitzung am 25.04.13

Stellungnahme zur Ratssitzung am 25.4.13 / Ferienparkanlage Amecke

Euphorie ohne Fakten
Viele Bürger waren am 25.4.13 im Ratssaal versammelt und warteten darauf, dass endlich Pläne zum Ferienpark, die ja bereits zum 25.10.12 angekündigt waren, der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wim Egging/stepinvest, Don van Schaik/Dormio und Klass Bruina Slot/Ballast Nedam waren gekommen, um den Anwesenden die erhofften Pläne zu zeigen. Doch was kam, war zwar eine überzeugende Vorstellung ihrer Unternehmen mit den bereits realisierten Projekten, aber wieder keine Pläne, wie der Park denn nun gestaltet werden soll. Wir können sicherlich behaupten, dass alle mehr als enttäuscht waren und mit deutlich anderen Erwartungen an der Sitzung teilgenommen haben. Man darf wohl mit Gewissheit sagen, dass die Pläne im Oktober eben nicht fertig waren und der Investor deshalb “krank” war.
Nunmehr wird für die Vorstellung der Planungsdetails der Sommer als Termin genannt.
Es sind nach wir vor 220 Häuser im Gespräch. Die BI hält dies für zu groß. Die Nachfrage nach Ferienzentren ist seit 2000 bundesweit rückläufig (BTE-Gutachten 2008). Zu viel Konkurrenz in der Region (sinkende Übernachtungszahlen in Medebach (3500 Betten) hat zu massiven Besucherrückgängen geführt. Zudem entstand ein neuer Ferienpark in Winterberg-Siedlinghausen; 2014 soll mit dem Bau des Ferienparks in Bestwig- Andreasberg begonnen werden (hier sind 250 Häuser geplant).Wir bezweifeln nach wie vor, dass ein Park dieser Größenordnung ausreichend ausgelastet sein wird. Anlagen mit außenorientiertem Angebotskonzept können auch in wesentlich kleineren Dimensionen errichtet und wirtschaftlich betrieben werden, da die Kosten für die touristische Infrastruktur niedrig gehalten werden können. (Quelle: Gutachten BTS im Auftrag des HSK, 2008). Wir befürchten Konfliktpotential zwischen „Tagesrummel“ am Wochenende, Anwohnern und Ferienparkgästen: Der Ferienparkgast sucht Ruhe und Erholung und nicht Verkehrschaos und Motorenlärm. Gerade der dörfliche, naturnahe Charakter von Amecke hat den besonderen Reiz dieses Standortes ausgemacht und genau dieser Standortvorteil wird durch die Größe des Parks verspielt.
Auch wenn Don van Schaik von Dormio Hoffnung weckte, weil er von 5 Personen pro Haus sprach (bisher war von 12 bis 24 die Rede), und ein Angebotskonzept favorisiert, das offen sein soll nicht nur für Gäste des Ferienparks

- befürchten wir, dass unser Dorf überfordert ist, permanent mehrere hundert Gäste zu integrieren
- haben wir Bedenken, ob es tatsächlich so viele potentielle Gäste gibt, die bereit und auch finanziell in der Lage sind , solche Preise für   eine Woche Urlaub im Sauerland (ohne Schönwettergarantie) zu zahlen Hauptsaisonca.1.300 €/Woche, Nebensaison ca. 800-900 €/Woche )
- finden wir einen Park mit 220 Häusern viel zu groß (wir stehen für sanften Tourismus) und fordern wir eine Anlage mit deutlich weniger Häusern

Wir fordern zudem,
- dass Waldabstände eingehalten werden
- dass die Einbettung der doch massiven Bebauung in die Landschaft erfolgt
- dass nicht – wie bisher geplant – bis an den Sorperandweg gebaut wird
- dass es keine „Sauerländer Dirndlarchitektur“ gibt
- dass dem „Naherholungsgebiet Sorpesee“ Rechnung getragen wird
- dass die Häuser individuell aussehen und es kein hässliches Einerlei gibt
- dass ökologisch gebaut wird

Wir können nur hoffen, dass sich die Projektbeteiligten ihrer Verantwortung bewußt sind und dass Vernunft und Objektivität zu einem Ergebnis führen, mit dem A L L E zuversichtlich in die Zukunft schauen können.