von S.H.

27.01.2018: Stellungnahme zu der SPD-Erklärung vom 06.01.2018 im Sauerlandkurier

Januar 27, 2018 in Allgemeines, Ferienpark von S.H.

Die SPD gab am 06.01.2018 im Sauerlandkurier eine Erklärung zum geplanten Ferienpark in Amecke mit folgendem Tenor ab:
“Ziel sei ein nachhaltiger Tourismus. Dabei sollen die Dimensionen des Ferienparks dem Charakter und der Maßstäblichkeit der angrenzenden Dorfstruktur entsprechen.
Der Ferienpark müsse sich zwingend in die vorhandenen Strukturen integrieren.”

Da zeugt es von wenig Sachverstand, wenn dieselbe SPD in 2009 einen Bebauungsplan mit auf den Weg gebracht hat,
der 220 Häuser mit bis zu fünf sichtbaren Geschossen
zulässt.
Zum Vergleich: Der benachbarte Hang am Ostufer des Vorbeckens ist mit ca. 100 Häusern und maximal drei sichtbaren Geschossen bebaut.

Mittlerweile scheint den verantwortlichen Politikern das Ausmaß des Bebauungsplanes bewusst zu werden. Da soll die jetzt so hoch beschworene „Gestaltungssatzung“ das Allheilmittel sein, um die „zwingende Voraussetzung, den Ferienpark in die vorhandenen Strukturen zu integrieren“, erreichen zu können.

Viele der Verantwortlichen verkennen aber hierbei, dass der wesentliche Punkt, also vor allem die Haushöhen an die vorhandenen Dorfstrukturen anzupassen, eben nicht mit einer Gestaltungssatzung zu regeln ist. Hierfür müsste zwingend der Bebauungsplan geändert, bzw. neu aufgestellt werden. Das scheint allerdings für den Rat keine Option zu sein, weil Regresse des „Investors“ befürchtet werden, obwohl ein deutschlandweit bekannter und renommierter Fachanwalt durchaus Handlungsspielraum für eine Änderung des Bebauungsplanes sieht, ohne dabei Regressansprüche fürchten zu müssen.

Wenn der Park in den jetzt erlaubten Dimensionen gebaut wird, ergeben sich aus Sicht der Bürgerinitiative drei mögliche Szenarien:

  1. Sehr gute Auslastung: in diesem Fall wäre das Dorf Amecke schlagartig und dauerhaft von 60 % – 70 % mehr Menschen bevölkert und das ohne Anpassung der Dorfinfrastruktur
  2. Keine gute Auslastung: hier wäre vermutlich ein  Preisverfall die Folge, die einen Billigtourismus mit entsprechendem Klientel generiert
  3. Der Betreiber zieht sich zu einem späteren Zeitpunkt wegen Unrentabilität aus dem Ferienpark zurück: 220 Häuser stehen leer oder werden nicht dem Zweck des Bebauungsplanes entsprechend genutzt. Ein Rückbau ist  ausgeschlossen.

Nachhaltig und unumkehrbar wird bei allen denkbaren Szenarien auf jeden Fall die Natur geschädigt sowie das Landschaftsbild und die dörfliche Struktur von Amecke zerstört.
Unmittelbar betroffen von dem Ferienpark sind rund 1.800 Amecker Bürger.

Die SPD ist zynisch, hier von Individualinteressen zu sprechen, die dem Gemeinwohl gegenüberstehen,

Noch scheint es juristisch möglich, den Bebauungsplan an die Wünsche anzupassen. Wenn diese Chance vertan wird, sind die Folgen unumkehrbar.

Wir fordern eine Reduzierung der Ferienanlage auf maximal ein Drittel der bisher ausgewiesenen Fläche.
Der Hang am Sorpesee-Hauptbecken wird generell aus dem Bebauungsplan herausgenommen und renaturiert.
Die Grenze der Bebaubarkeit verläuft zukünftig in der Verlängerung der Brücke zwischen Vor- und Hauptbecken.
In dem verbleibenden Baugebiet wird das Maß und der Umfang der baulichen Nutzung drastisch eingeschränkt, vergleichbar der Feriensiedlung “LiebesGrün” bei Schmallenberg.

 

von S.H.

November 2017: Offener Brief an Sunderns Bürgermeister Brodel

Dezember 21, 2017 in Allgemeines von S.H.

Ende November 2017 haben wir den folgenden offenen Brief an Sunderns Bürgermeister Brodel, die Ratsfraktionen sowie verschiedenen Pressestellen übersandt:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

“was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.” Getreu diesem Zitat scheint es auch nach Ihrer Wahl  in Sundern weiterzugehen wie zuvor.

Noch im Wahlkampf hatten Sie verkündet: “Mit mir wird es keinen Ferienpark geben” und “Ich werde mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, den Ferienpark zu verhindern”, sieht die Realität heute ganz anders aus.

Wieder wird im stillen Kämmerlein mit einigen wenigen Eingeweihten und den Investoren aus Holland, die in Wirklichkeit Spekulanten aus Belgien sind, verhandelt.

Sie haben einen Arbeitskreis eingerichtet mit Personen, die nicht einmal alle im Rat vertreten sind. Da dieser Arbeitskreis allerdings nicht vom Rat beauftragt ist, darf er Informationen aus dem nichtöffentlichen Teil nicht zur Kenntnis erhalten und arbeitet  deshalb erfolglos. Aus diesem Grund werden wir auch der Einladung zum Gespräch am 22.11.17 nicht nachgekommen, da der AK kein offiziell bestellter Ausschuß mit keinerlei Befugnissen in Bezug auf relevante Entscheidungen ist.

Wir fordern daher, diese Hinterzimmerpolitik zu beenden und in einen Bürgerdialog einzutreten. Sie hatten das Thema Kommunikation zu einem Ihrer wichtigsten Themen im Wahlkampf gemacht. Sprechen Sie mit den Bürgern in einer Bürgerversammlung, informieren Sie offen in den einzelnen Gremien wie Rat und Ausschüssen.

Warum hat der Ältestenrat in so einer wichtigen Angelegenheit zu entscheiden?

Wir fordern ganz klar, dass der inzwischen sieben Jahre alte Bebauungsplan, der nach Baurecht kein besonderes Vertrauen mehr genießt, komplett überarbeitet und an die heutigen Bedürfnisse, Anforderungen und Wünsche angepasst wird, insbesondere in Bezug auf die Größe und der Bauhöhen. Der Bebauungsplan lässt in der Talansicht 4-5 sichtbare Geschosse zu. Da klingt es schon lächerlich, wenn Sie davon sprechen, dass wir “Gestaltungsmöglichkeiten” haben in Bezug auf Farben, Formen und Materialien.

Desweiteren können uns nicht vorstellen, dass irgendjemand im Eingangsbereich (z.Z. Parkplatz) Appartementhäuser in den möglichen Dimensionen (siehe Foto) befürwortet.

Dass diese Feriensiedlung in der geplanten Größe nicht nur unser ganzes Landschaftsbild zerstört und uns zu dem ohnehin immensen Verkehr im Zuge des Airlebnisweges noch mehr Verkehr bringt, sehen inzwischen etliche Bürger so.

Was genau verbirgt sich hinter dem Geschwurbel um den Gebührenbescheid der Stadtwerke? Wollen Sie Herr Bürgermeister andeuten, dass in persönlichen Gesprächen dieser Bescheid zurückgenommen und erlassen oder in Teilen erlassen werden kann? Die Bevölkerung erwartet auch in diesem Punkt eine klare Aussage.

Freundliche Grüße

für die BI Amecke 21-für einen sanften Tourismus

 

von S.H.

15.11.2017 – BI Amecke 21 lehnt Teilnahme am Arbeitskreis “Ferienpark” ab

November 16, 2017 in Allgemeines, Ferienpark von S.H.

Folgender Beitrag wurde am 15.11.2017 auf der Seite Blickpunkt Arnsberg-Sundern  veröffentlicht:

Der Arbeitskreis hat (wie berichtet) die Bürgerinitiative „BI Amecke21 – für einen sanften Tourismus“ eingeladen, an der kommenden Sitzung teilzunehmen. Doch die Bürgerinitiative hat abgesagt, fordert statt „Hinterzimmerpolitik“ einen offenen Bürgerdialog.

Keine Befugnis, nicht alle Informationen

„Nach ausführlicher Beratung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir nicht an diesem Arbeitskreis teilnehmen möchten“, so BI-Sprecherin Susanne Müer. „Der Arbeitskreis ist kein offiziell bestellter Ausschuß mit keinerlei Befugnissen in Bezug auf relevante Entscheidungen. Zudem gehen wir davon aus, dass keinerlei Informationen aus dem nichtöffentlichen Teil zu Hilfe genommen werden  können, da in diesem Arbeitskreis Personen sind, die nicht im Rat vertreten sind und somit diese Daten nicht zur Anwendung kommen dürfen.“

Forderung: Überarbeitung des Bebauungsplans

Der Ist-Zustand am Vorbecken. (Foto: BI)

Die Bürgerinitiative würde es begrüßen, wenn, statt dieser Hinterzimmerpolitik, eine offener Bürgerdialog in Form einer Bürgerversammlung stattfinden würde, in der erst einmal in Erfahrung gebracht werden sollte, was die Bürger überhaupt möchten. Danach könnte evtl. ein vom Rat bestellter Ausschuß mit Personen, die bereits Hintergrundwissen und Zugang zu allen wichtigen Daten und Fakten haben, die ganze Sache auf- und überarbeiten. „Wir fordern ganz klar, dass der inzwischen sieben Jahre alte Bebauungsplan komplett überarbeitet und an die heutigen Bedürfnisse, Anforderungen und Wünsche angepasst wird“, so Müer. „Was wir in jedem Fall verhindern möchten, ist der lukrative Bau von Appartementhäusern im Eingangsbereich der Feriensiedlung.“ Mit ihrer Pressemitteilung hat die BI auch zwei Vorher-Nachher-Foto veröffentlicht, auf dem die möglichen Appartementhäusern per Bildbearbeitung dargestellt sind, „damit man überhaupt eine Vorstellung von den möglichen Dimensionen bekommt“.

Die im obigen Artikel erwähnten Vorher-Nachher-Bilder können in den  Bildergalerien – Sonstiges angesehen werden.

von S.H.

06.10.2016 – Anfrage an den Bürgermeister mit Antwort

November 22, 2016 in Allgemeines, Ferienpark von S.H.

Unsere Anfrage:

bei unserem letzten Treffen verabschiedeten Sie sich von uns mit den Worten: ” Bleiben Sie mit mir im Gespräch.” Das greifen wir hiermit auf.

Die Verträge mit den Investoren waren im August gemäß Ihrer Aussage noch nicht abschließend geprüft. Da Sie die Entscheidung Feriensiedlung ja oder nein nicht auf “die lange Bank” schieben möchten, gehen wir davon aus, dass auch die Vertragsprüfung inzwischen abgeschlossen ist. Wir bitten hiermit nun um Auskunft, was die rechtliche Prüfung ergeben hat. Insbesondere interessiert uns hier die Möglichkeit des Regressanspruchs seitens der “Investoren”.

Gibt es schon Vorstellungen, ob und ggf. wie der bestehende Bebauungsplan geändert werden soll?

Sie haben beim Wahlkampf verkündet, dass Sie mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel versuchen würden, den Park zu verhindern. Wie sehen Ihre Maßnahmen diesbezüglich aus?

Für Ihre schriftliche Stellungnahme bedanken wir uns im voraus.

Die Antwort des Bürgermeisters:

herzlichen Dank für Ihre Zuschrift.

Die Recherchen rund um die möglichen Investoren dauern an, so wie Sie es sicher auch aus den Medien entnehmen konnten.

Die Risikoanalyse können Sie im Ratsinformationssystem auf unserer Seite laden, dort sind mehrere Szenarien durchgespielt.

Ob der Ferienpark gebaut wird oder nicht wird im nächsten Jahr entschieden, wenn wir alle Informationen zusammen getragen haben, so dass eine entsprechende Entscheidungsvorlage dem Rat vorgelegt werden kann.

Ich denke dies wird Anfang des nächsten Jahres sein.

Mit freundlichen Grüßen

 Ralph Brodel

15.09.16 Wir kämpfen weiter…….

September 15, 2016 in Allgemeines, Ferienpark von Susanne Müer

Vor wenigen Tagen hat die Stadt Sundern eine sog. Risikoanalyse und eine Informationsvorlage zur geplanten Ferienparksiedlung in Amecke veröffentlicht. Nach Aussage von BM Brodel gab es kürzlich mit den Niederländern nach einer einjährigen Gesprächspause einen Austausch im Rathaus zu diesem Thema. Demnach hat der Feriensiedlungsbetreiber Roompot großes Interesse, die geplanten 220 Ferienhäuser in Amecke zu bauen. Es wird also ernst! In der Beratungsvorlage zur Sitzung am 15.09.16 heißt es: “Die Anlage, die aus nicht mehr als 220 Ferienhäusern bestehen und in einem Bauabschnitt errichtet werden soll, soll an 365 Tagen im Jahr betrieben werden. Nach Angaben der Fa. Roompot werden ca. 100 bis 150 Arbeitsplätze neu geschaffen. Der zu erwartende Umsatz liegt nach Angaben der Fa. Roompot bei ca. 6-7 Mio. Euro/Jahr. Seitens der der Fa. Roompot wird davon ausgegangen, dass die Anlage je zur Hälfte von holländischen und deutschen Urlaubern besucht wird. Laut Geschäftsmodell der Fa. Roompot werden die Häuser aufgrund des niederländischen Steuerrechts zunächst veräußert und dann für 15 Jahre zurückgemietet und dann an Besucher weiter vermietet. Der Eigentümer eines Hauses hat das Recht zur 3-wöchigen Nutzung/Jahr.
Die BI Amecke21 verfolgt vor diesem Hintergrund weiterhin das Ziel, die Feriensiedlung zu verhindern.

Neustart mit Justitia im Rücken

Januar 6, 2015 in Allgemeines von Marion Neiteler

von Hermann-Josef Jürgensmeier

Geständnis!

Aus: “Rückblick der Entwicklung Ferienpark Sorpesee, Vorlage 070/IX”,
Vortrag des Bürgermeisters in der Sondersitzung des Rates der Stadt Sundern, wo es u.a. heißt:
Die gesamten Vorkosten (Konzeption, Planung, Beratungen) sind von der Stadtmarketing zu tragen. Diese vereinbart im Gegenzug mit Sunderaner Firmen die Gegenfinanzierung, in dem die Firmen sich an den Vorplanungskosten beteiligen und die Refinanzierung durch die Investoren/Betreiber des Ferienparks erfolgen müsse …

Der Bürgermeister gibt in der Sondersitzung Fehleinschätzungen seitens der Verwaltung zu. Er hat eingeräumt und zugegeben, dass es Vereinbarungen, Verpflichtungen und Verträge gibt, welche eindeutig bestehende Abhängigkeiten aufzeigen, die in ihren Auswirkungen kein faires Planverfahren zuließen! Hier kann zur Last gelegt werden, dass, belegbar, einseitig spezielle Interessen vertreten wurden und auch noch werden, deren Gewichtung die Entwicklung der Planung in den letzten 10 Jahren negativ beeinflusste und massive Auswirkungen auf Quantität und Qualität des Projekts zu Lasten der Allgemeinheit hatte. Unklar ist, ob das Geständnis des Bürgermeisters zur Verständigung im laufenden Verfahren eine Rolle spielt oder seiner persönlichen Exkulpation dienen sollte. Die Rechtskraft des Bebauungsplans (BP) ist damit ganz sicher moralisch, politisch, aber auch rechtlich angreifbar. Hier stellt sich für die nächste Beratung im Rat der Stadt die dringende Notwendigkeit einer Klärung dieses unangenehmen Sachverhalts, z.B. über eine Selbstanzeige oder einen Antrag zur Erweiterung der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu dieser juristisch prekären Sachlage. Von einer weiteren Forcierung, einer Weiterentwicklung des Ferienhausgebietes (Erweiterung und nochmalige Verschärfung der Festsetzungen im BP zu Lasten des Allgemeinwohls) muss bis zur rechtlichen Klärung aus verständlichen Gründen Abstand genommen werden. Da viele Bürger der Stadt heute noch glauben, sie bekämen die kleine, landschaftsbezogene, kontextuelle Planung von RMA Prof. Reichardt von 2004 realisiert (die auch vor kurzem noch von der Stadt in der Presse publiziert wurde), ist unabhängig vom Ermittlungsausgang allein aus politischen Erwägungen eine komplette Wiederholung des Verfahrens unter Berücksichtigung aller weiteren Vorhaben in diesem Areal in einem umfassenden, ganzheitlichen, offenen und fairen Verfahren unter kompletter Neubewertung der Einwände der Träger öffentlicher Belange, wie auch der Einwände und Anregungen betroffener Bürger notwendig geworden.
Bürger und auch nicht ausreichend informierte Politiker sollten bei der Revision und Neukonzeption als Grundlage für eine BP-Neuaufstellungsverfahren zuerst einen für alle verständlichen, lesbaren Gestaltungs-Gesamtplan vorgelegt bekommen, der offen und ehrlich mit Art, Größe und Dichte der Bebauung sowie der zu erwartenden Gesamtbettenzahl, Verkehrsaufkommen, Beeinträchtigungen und negativen Auswirkungen auf die Natur, den Tourismus und das gewachsene Dorf etc. umgeht und aufklärt! Hier besteht die Chance einer Umkehr, jetzt zu einer interdisziplinär guten Lösung mit einer hohen Akzeptanz zu kommen.

Stellungnahme der BI zur Sondersitzung des Rates am 9.12.14

Dezember 15, 2014 in Allgemeines, Ferienpark von Susanne Müer

Ermüdende Sitzung ohne Überzeugungskraft

Die Hoffnung stirbt zuletzt und so waren jetzt wieder einmal Mitglieder der BI Amecke 21 – für einen sanften Tourismus ins Rathaus gepilgert, um der Sondersitzung zum Thema Ferienpark beizuwohnen mit der Erwartung, dass diese Sitzung ein wenig Licht ins Dunkel bringen würde. Und wieder einmal wurden sie eines Besseren belehrt: Der Bürgermeister wird einfach nicht müde, die Angelegenheit schön zu reden oder sich zumindest immer wieder geschickt aus der Schusslinie zu nehmen. Auch nach Verlesung der 19 Seiten, auf denen die Chronologie des Ferienparks dargestellt wurde, gab es wieder mehr Fragen als Antworten. Das befand auch Michael Stechele (SPD). Es sei nichts „im stillen Kämmerlein“ geregelt worden, sagte Lins. Dass in solchen Momenten Teile der Politik nicht vor Wut schäumen, macht immer wieder stutzig. Nix Neues also, könnte man meinen. Stimmt nicht ganz: Neben einigen kritischen Stellungnahmen von Seiten der Politik gab es einen möglicherweise alles entscheidenden Satz vom FDP-Fraktionsvorsitzenden und stellvertretenden Bürgermeister Rüdiger Laufmöller, der sinngemäß sagte: Man solle doch einmal überlegen, ob das Projekt Ferienpark wirklich mit diesem Projektentwickler realisiert werden müsse. DAS IST ES, liebe Kommunalpolitiker! Wacht doch endlich auf! Werdet mutig! Werdet Euch endlich der Verantwortung für die kommenden Generationen bewusst! Ferienparks gibt es doch schon wie Sand am Meer, mit Freizeit-Infrastruktur nicht nur für die Gäste, auch für die Anwohner. Dieses „Amecker Wochenendhausprojekt für betuchte Geldgeber“ wird jedoch keinen Mehrwert bringen.
Ach ja, die Arbeitsplätze, heißt es jetzt. Und die Region wird aufgewertet. Aber wenn es keine Infrastruktur gibt, wo sollen denn da die Arbeitsplätze herkommen? Jobs für Nachtwächter vielleicht.
Wir jedenfalls bleiben bei der Meinung: Das Projekt passt nicht hierher! Der Urlauber der Zukunft sucht charmante Orte mit besonderem Flair. Keine Bettenburgen oder Retortenstädte. Und „Ferienparks“ von der Stange gibt es im Hochsauerlandkreis wahrlich genug.

Offener Brief an den BM vom 5.11.14

November 6, 2014 in Allgemeines, Ferienpark von Susanne Müer

Bürgermeister Detlef Lins
Stadtverwaltung Sundern
Rathausplatz 1
59846 Sundern

Amecke, 05.11.2014

Sehr geehrter Herr Lins,
vergeblich warten wir seit geraumer Zeit auf die von Ihnen angekündigte Sondersitzung
zum Thema „Ferienpark Amecke“. Wieder einmal haben sich viele Fragen angestaut, die
wir in diesem offenen Brief an Sie richten mit der Bitte, sie in der Ratssitzung am
13.November und zusätzlich schriftlich zu beantworten.
1. Gibt es einen Pacht-/Mietvertrag für die Parkplatzfläche unterhalb des ehemaligen
Freibades, am ehemaligen Hotel „Wildpark“?
2. Was zahlt die Stadt für die Parkplätze an wen?
3. Wann werden das ehemalige Hotel „Wildpark“ und das Gebäude des Tennisclubs
abgerissen?
4. Bekam oder bekommt der Tennisclub Amecke, wie im Vorfeld versprochen, Ersatz für
den Verlust des Platzes? Und falls „ja“, wo?
5. Wann erfolgen die Zahlungen der Stadt an die ehemalige Besitzerin des Parkplatzes?
6. Was geschieht mit den Flächen rund um das ehemalige Freibadgelände?
7. Sind die 7, 50 €/m2 endgültig passé?
8. Gibt es die 1 Euro Abgabe auch in Zukunft?
9. Sind die bisher genannten Partner nach wie vor am Projekt beteiligt (Stepinvest,
Dormio)?
10. Gibt es neue andere Beteiligte?
11. Ist eine Bebauungsplanänderung aus Sicht der Investoren erforderlich?
12. Wird seitens der Stadt eine Bebauungsplanänderung für erforderlich gehalten?
13. Was haben Sie in den vergangen Monaten mit den Niederländern besprochen?
14. Warum drang davon bisher nichts an die Öffentlichkeit, obwohl Sie wiederholte Male
mehr Transparenz versprochen haben?
15. Wer hat den Auftrag zum Mulchen der abgeholzten Flächen erteilt?
16. Welche Firma hat die Arbeiten ausgeführt?
17. Wer hat die Arbeiten bezahlt?
18. Was bedeutet das Mulchen vor dem Hintergrund der von Ihnen geführten Gespräche
mit den niederländischen Geschäftspartnern?
Zur Vermessung von Grundstücken: Einer Presseinformation war zu entnehmen, man
“arbeite am endgültigen Aussehen des Areals”.
19. Bedarf es keiner Bebauungsplanänderung? Was genau wurde getan?
Nach unseren Informationen erwartet die Stadtmarketing GmbH 100 000€.
20. Welche Aufgaben hat das Stadtmarketing von der Projekt GmbH übernommen?
21. Welche Konzepte, Hilfeleistungen bei Planungen oder Behördenterminen hat das
Stadtmarketing erbracht?
Wir fordern eine genaue Auflistung und Beschreibung aller Dienstleistungen.
22. Wann wurde beauftragt?
23. Wer hat beauftragt?
24. Was wurde beauftragt?
25. Welche Zahlungen wurden beauftragt?
26. Wer zahlt denn nun die angekündigten 100 000€?
Die Projekt GmbH ist in Konkurs gegangen. Von dort ist wohl kaum eine Zahlung zu
erwarten.
27. Gibt es einen Rechtsnachfolger dieser GmbH?
28. Wer ist das und übernimmt derjenige die ausstehenden Verbindlichkeiten?
29. Wer ist der Geschäftsführer der Sorpesee Projekten BV?
30. Welche Aufgabe übernimmt diese Gesellschaft?
Da nunmehr schon wieder einige Monate seit der Bürgerversammlung im Februar hier in
Amecke vergangen sind, und auch die damals in einem, von Ihnen während einer
Ratssitzung verlesenen, Brief des Investors gemachten Ankündigungen nicht eingetreten
sind, halten wir es für notwendig diese Fragen zu beantworten.
Wir erwarten, nach den vielen falschen, Gott sei Dank nie eingetretenen Ankündigungen
der Vergangenheit endlich die versprochene Transparenz im Zusammenhang mit der
Ferienhaussiedlung.

Mit freundlichem Gruß
BI Amecke 21 – für einen sanften Tourismus

Paradoxon oder Krimi?

Oktober 26, 2014 in Allgemeines, Ferienpark von Marion Neiteler

Gastkommentar von Hermann-Josef Jürgensmeier

“Wir lernen aus Erfahrung, dass die Menschen nichts aus Erfahrung lernen.”

George Bernard Shaw

Eine projektorientierte, ganz persönliche Auseinandersetzung als Abhandlung, in dessen Mittelpunkt eine interdisziplinäre Betrachtung der gesellschaftlichen Phänomene zum Planungsprozess “Ferienhausgebiet Amecke” steht.
Ein Essay als Anregung zum Dialog, als Aufforderung zum offenen Protest.

Die Stadt Sundern tut gut daran, im Sinne einer Mehrmarkenstrategie auch den Tourismus als Standbein, analog der anderen wirtschaftlich tragenden Säulen und angemessen der großen, aber z.T. noch brachliegenden Potentiale, weiter auszubauen. Auch im Hinblick auf den sich vollziehenden gesellschaftlichen Wandel, der aufgrund neuer Gewohnheiten zunehmend massive Auswirkung auf den Einzelhandel haben wird, kann dies einen wichtigen, nicht zu unterschätzenden Ausgleich bieten.
Das Stadtmarketing der Flächengemeinde Sundern in landschaftlich hervorragender und reizvoller Lage mit vielen einzigartigen Landmarken, wie dem Sorpesee, der naturräumlichen Einheit um das alte Testament oder dem Areal um Wildewiese, um nur einige zu nennen, muss daher regional und lokal die reichlich vorhandenen Chancen nutzen, optimieren und sich gezielt einen Schwerpunkt im Segment Landschaftsmarketing erarbeiten. Was ist darunter zu verstehen?
Hier einige Auszüge zur Begriffsbestimmung, zur Erläuterung:

“Landschaftsmarketing ist  die gezielte Profilierung, Inwertsetzung und Nutzung lokaler Natur- und Kulturressourcen mit Hilfe sanfter touristischer Erlebnisangebote; Landschaftsmarketing schafft einen Zugang zum besonderen Charakter einer Gegend, weckt Bewusstsein für lokale Belange und sensibilisiert für einen sorgsamen, respektvollen Umgang mit Natur und Kultur, Landschaft und Tradition; Landschaftsmarketing verknüpft ökologische und ökonomische Wertschöpfung im Tourismusmarkt der Zukunft und ist ein effizientes Instrument, eine Win-Win-Situation zwischen Naturschutz und Tourismus herzustellen.
Landschaftsmarketing baut auf das Bedürfnis des Menschen nach Naturerlebnis auf. Durch dieses Marketing wird die Landschaft interpretiert, die Alleinstellungsmerkmale einer Region herausgestellt und diese konsequent beworben. Die Landschaft wird so zum Kapital, das erhalten werden muss. Umweltbildung ist dabei ein wesentlicher Baustein des Landschaftsmarketings. Häufig müssen Augen und Ohren erst geöffnet werden, der Blick erst auf das Besondere gelenkt werden. Hier können Module der zuvor erwähnten Landschaftsinterpretation ein Erfolgsfaktor sowohl für die Besucher-gewinnung als auch für die Umweltbildung und das Regionalbewusstsein sein.
Dies setzt jedoch voraus, dass die Angebote unter Berücksichtigung bestimmter Qualitätskriterien konzipiert und umgesetzt werden. Angebote, die diese Qualitätskriterien nicht berücksichtigen, lassen unzufriedene Besucher zurück und schaden somit letztendlich der gesamten Idee, während gut gemachte Angebote meist auf eine sehr positive Besucherresonanz stoßen, die sich dann für den jeweiligen Zielort auch finanziell auszahlen.
Aus touristischen Gästebefragungen ist längst bekannt, dass Natur und Landschaft unter den Reisemotiven ganz oben rangieren, insbesondere auch im Deutschlandtourismus. Im Umkehrschluss bedeutet das fraglos: Natur- und Kulturlandschaften sind tourismuswirtschaftliches Kapital. Doch sie benötigen eine Inwertsetzung, die der Ermittlung besonderer Schätze bis zum Marketing reicht.
Nur wenn Landschaftserlebnis und Geopotenzial spannend inszeniert werden, selbstverständlich ohne dabei den Naturschutz und die Landschaftspflege zu vernachlässigen, stärken Kulturlandschaften effizient die Tourismuswirtschaft.”

Es sollte nicht Intention dieses Schreiben sein, die eklatanten Versäumnisse in Form einer Streitschrift anprangernd vorzutragen, aber das Thema ist nun einmal das private Ferienhausgebiet in Amecke und dieses ist mit all seinen bedauerlichen Begleiterscheinungen und schmerzhaften Nebenwirkungen weiterhin brandaktueller Gegenstand der öffentlichen Diskussion.

Ich habe einleitend als Prolog Anhaltspunkte einer Definition für ein für Sundern passendes Spezialmarketing angeführt. Hier wird eine erfolgversprechende, wissenschaftlich empfohlene Systematik angeschnitten, um gerade einer Stadt wie Sundern das Werkzeug für eine zukunftsweisende Gestaltung zu geben.

Aber hin zum touristischen Hauptprojekt der Stadt, dem Ferienhausgebiet am Sorpesee. Hier hat eine differenzierte Grundlagenermittlung und Analyse der reichlich vorhandenen Potentiale für ein integriertes, sanftes und damit erfolgreiches Tourismusprojekt als spezielles Marketing zum Aufbau einer Brandingmarke “pro Sundern”, leider nicht stattgefunden. Marketing für die Stadt hat mit der Planung dieses Gebiets in Amecke, wie aus dem Prolog erkennbar, nichts zu tun. Eine nur oberflächliche Grundlagenermittlung und eine winzige Prise gesunder Menschenverstand hätten gereicht, die Natur und Landschaft in vielen Bereichen der Stadt als “das Besondere” zu determinieren, als die natürliche Mitgift Sunderns herauszuarbeiten. Diese nun betroffene “Landmarke Bereich Sorpesee” ist dabei unbedingt zum “Tafelsilber” der natürlichen Aussteuer, dem Kapital der Stadt zuzuordnen. Wie bereits angeklungen: Eine  Grundlagenermittlung kann aber, aufgrund des nun in Planform gegossenen Ergebnisses niemals stattgefunden haben!

Folglich kann dieses, nicht nur im Ansatz schon falsch und nicht ausreichend überdachte, aber schon heute als Satzung festgeschriebene Projekt Ferien-haussiedlung keinen nennenswerten positiven Beitrag zu dem anfänglich angerissenen Kriterienkatalog einer zukunftsweisenden Planung leisten.

Diese planerisch gefasste Investoren-Vision eines komplett separierten und privatisierten Tourismus-Projekts ist lediglich dazu geeignet, Landschaftspotenziale und gewachsene Dorfstrukturen negativ zu verändern, ja sie sogar nachhaltig zu zerstören.

Frage: Ist die Umsetzung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans A 26 dann in seiner Gegensätzlichkeit die pure Antithese zu einer Inwertsetzung und damit eine gespenstisch drohende bauliche Zombifizierung der eigentlichen Ziele der erwähnten Win-Win-Situation? Aber ja, denn real ist die heutige Situation, in welcher der “partnerschaftlich agierende Investor”, seine eigene Bekundung zu seinem Wunschimage widerlegend, eine Doppelsieg-Strategie, ohne auch nur einen Hauch von Interessenausgleich mit den Belangen der betroffenen Öffentlichkeit fahren
konnte und auch schon angekündigt weiter so fahren wird! Das war und ist tatsächlich der Ausverkauf, ein Verschleudern von städtischem Tafelsilber! Auch wenn der Bürgermeister das abstreitet, es ist nicht zu leugnen, es stimmt!

Die vom Investor vielzitierte und hochgepriesene “Partnerschaft” sollte eigentlich auch anders gehen! Aber das ist wie in manchen Lebensgemeinschaften: Bei einigen Paaren
klappt es vorzüglich mit der Rollenverteilung Unterwürfigkeit und Dominanz. Da kann bei dem Einen die Leidensfähigkeit schon in Genuss übergehen, warum soll der Andere da nicht weiter Treue schwören, wenn` s gefällt? Kommt doch auch seinem Fetisch entgegen, lohnt sich doch, zahlt sich aus! Da ist es bis zur Zerrüttung noch lange hin. Wenn man es so sieht, hat das was von einer Win-Win-Situation! Aber in dieser Peepshow gibt es keine Lust am betrachten, die Leidensfähigkeit ist, wenn man nicht selbst ein Fetischist ist, begrenzt. Für den Bürger, der kein
Freak ist, ist es bestürzend, ein fortwährender, nicht aufhören wollender Schrecken. Ich beobachte aufmerksam, bin aber kein Voyeur. Ich empfehle die Scheidung!

Noch eine Frage: Wie konnte das passieren und was waren und sind in diesem demnächst real gebauten Desaster eigentlich die Ziele von Verwaltung und Politik?
Etwa das, was wirklich entstehen wird: Bauen als Bild einer hässlichen Verwirtschaftlichung von Einzelinteressen, eine grausig zu Stein gewordene Gewinnabsicht?!

Und noch eine Frage: Wie konnte so etwas überhaupt von der Verwaltung mit erarbeitet, vorgestellt und dann sogar von der Politik bis zum Satzungsbeschluss durchgewunken werden?
Hier wird doch eindeutig klar, welcher Wunsch, ja welche Gier die gesamte Dorfstruktur demnächst überlagert und welche handfesten kommerziellen Interessen auch die Landschaft durch Größe, Form und monotone Ausprägung des Projektes zerstören werden.

Der Intention zur vorliegenden städtebaulichen Planung und auch dem architektonischen Versprechen des Investors – beides ist eher als Drohung zu werten – werden wir nach der Realisierung deutlich ansehen können, wozu sie lediglich dienen und taugen. Auf jeden Fall ist diese kontraproduktive Planung und Bauabsicht ein Paradebeispiel für einen groben, zu Papier gebrachten Handlungsfehler und exakt das Gegenteil von modernen Dorferneuerungsbestrebungen im Rahmen eines umfassenden Stadtmarketings im vorangestellten, nachhaltigen Sinne.

Was passiert ist, was für Wim gemacht wurde: Anstatt die Dorfgemeinschaft mit einer Planung zu unterstützen, in der Funktionsüberlagerungen für mehr Leben und somit Attraktivität sorgen
sollen, wird hier in bedrohlichem Ausmaß durch die Immobilienentwickler mittels einer alles überstrahlenden Segregation, in einer geradezu kuriosen Rückprojektion im Sinne einer längst überlebten Planungsstrategie vergangener Zeiten, profitmaximierter Siedlungshorror manifestiert. Dem “lebendigen Dorf Amecke mit Zukunft”, einer gewachsenen Gemeinschaft
im Nutzungsmix von Arbeiten, Wohnen, Konsum, Produktion und Freizeit, von ständiger Verdichtung, Überlagerung und Überschreibung unterschiedlicher Tätigkeiten geprägt, als natürlicher Kompressionsort unterschiedlicher Lebensentwürfe schon immer hervorragend geeignet, wird mit “fachlicher Unterstützung” aus der eigenen Verwaltung nicht zu-, sondern gegengearbeitet.
Ein totes Dorf demnächst, per Satzungsbeschluss. Auseinandersortiert in festgeschriebener, überfrachtender Monofunktionalität, einhergehend mit dem Verlust an Lebensqualität.
Anders ausgedrückt: eine trostlose Freizeitmaschine als Struktur killender Tumor, gesellschaftspolitisch extrem fragwürdig und unsozial.

Dieses Vorhaben wird, nicht nur räumlich gesehen, schon jetzt eine ganz große, sauber-steril-monotone, eine komplett isolierte, rein additive Funktionszuschreibung für das Dorf:
Mindestens 220 (zweihundertzwanzig!) Gebäude als mehrgeschossige Ferienhäuser konzipierte Bauten (bisher!). Dazu eine vergleichende Rechnung:

  • Das bestehende Dorf hat heute lt. Wikipedia 1786 Einwohner. Bei dem demographischen Wandel bald weniger. Sagen wir aber Amecke ist vital und pendelt sich optimistisch
    bei 1760 Einwohner ein.
  • Das isolierte Ferienhausgebiet in Zahlen, nett zusammengerechnet mit robuster, belastbarer Prognose im unteren Annahmesegment: In jedem Ferienhaus der Holländer können bei
    der Zweigeschossigkeit zwei Parteien mit jeweils 4 Personen Ferien machen, bedeutet nach Adam Riese 220 Häuser x 2 Wohnungen x 4 Personen summa summarum 1760 isolierte Feriengäste!

Das ist sozioexperimenteller Surrealismus in evakuierter Form mit einem garantierten Null-Potential für positive Beiträge zu den eigentlich anzustrebenden Entwicklungsmöglichkeiten der sozialen Dynamik des Dorflebens!

Woanders klappt es doch auch, meinen Sie?! In New York gibt` s doch Chinatown und Little Italy! Ist doch schön! Ja, stimmt! Wenn die Stadt New York ebenso “erfolgreich” sein möchte wie Sundern, dann müsste die zu Amecke in Relation gebrachte holländische Exklave dort rund gerechnet sieben mal so groß sein wie die Flächengemeinde Sundern, das entspricht über 70% des gesamten Hochsauerlandkreises! Hier ständen dann für 8,2 Millionen Holländern permanent Übernachtungsmöglichkeiten bereit, exakt wissenschaftlich vergleichbar, wie in Amecke!
Ranga Yogeshwar könnte Ihnen erklären, dass hier bei exakt gleichem Verschandlungskoeffizienten jeder Holländer, vom Baby bis zum Greis, das halbe Jahr Urlaub machen müsste, um diese Kapazität auszulasten! Rechnen Sie mal nach! Da käme zum Big Apple noch Big “Oranje” Pumpkin dazu! Nix Little! Maßlosigkeit in Relation gebracht, absolut vergleichbar! Der “Sorpesee” dort entspräche dann in Relation fast der Hälfte der Landfläche des Königreichs der Niederlande, also halb Holland!

Amecke: 1760 zu 1760, zumindest diese eine Äquivalenz der Zahlen gibt es dann wohl doch! Nur sieht man dem alten Dorf noch Leben an, während die gewinnmaximierende Effizienz im Planinhalt der “Dorferweiterung unserer holländischen Partner” in der Gestalt ausgeprägt ist, dass diese Kopfgeburt an einen überdimensionierten Friedhof als letzte Deponie mir herrlich geschwungenen Reihengräbern erinnert.

Ganz schön pietätloser, ein geradezu respektloser Vergleich! Doch er passt! Und da liegt doch noch keiner, in diesem 30 ha Reihengrab-Bestattungsplan-Areal! Ich liefere sogar den Werbeslogan: Hier liegen Sie gut! Hier liegen Sie richtig! Und: Bei den vielen dunklen Geheimnissen um diesen Vorgang, liegen die Leichen nach einem sinnigen, alten Spruch bekanntlich auch im Keller!

In seiner zu erwartenden Ausführung kommt das Projekt auf jeden Fall einem Fremdkörper oder besser gesagt einem riesigen, deplazierten Raumschiff gleich, dessen Logik es ist, das Außen als lebensfeindliche Zone zu definieren – und genauso kommt das Vorhaben auch daher! Mich würde ein umschließender, hoher, undurchlässiger Zaun mit Schranke, ähnelnd einem hermetisch abgesicherten Hochsicherheitstrakt, mit Quarantäneschleuse und einer Zugangskontrolle für lebende, gesunde, garantiert nicht feindlich gesonnene, aber nur zeitlich geduldete Ferienasylanten aus den fremden Niederlanden, zur Vervollständigung und Plausibilität dieses heute vorliegenden Planungskonzeptes nicht mehr sonderlich wundern. Ich neige zu vehementer Forderung nach Inklusion, auch für Holländer! Ja, Zeichen setzen gegen Ausgrenzung. Inklusion, auch auf kurvenreichen Strecken, selbst mit Wohnwagen, aber ganz sicher und durchaus ernst gemeint hier in Amecke!

Alle sagen, die Zukunft wird bunter und gemischter! Kennen Sie die Logos zum Thema? Exklusion, Separation, Integration und Inklusion? Googlen sie mal, schauen sie genau hin. Das kann als Modell gelten, da kann der Stadtplaner und Dorfentwickler für Amecke ganz schnell dazulernen! Wim interessiert das nicht!

Warum wurde hier eigentlich genau so geplant, als ob im Paragraphenjungle der neununddreißigsten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes das zu bfürchtende Klackern von 3520 Holzschuhen oder gleich vieler, allmorgendlich pikant emittierender Käsescheiben für einheimische Bewohner als nicht verträglich eingestuft und Vorgaben zu Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen als staatlicher Zwang, unter Strafandrohung verpflichtend einzuhalten wären. So streng, drastisch und unerbittlich einzuhalten, dass als Fazit hieraus in den Planungsbestrebungen alternativlos nur genau so eine groteske, abgekapselte Satellitensiedlung zu realisieren war? Oder musste dieses gesellschaftspolitische, städtebauliche, landschaftsplanerische, ökologische, ästhetische, als auch soziologische und soziale Kuriosum etwa doch nur eine effiziente Gelddruckmaschine für einen Privatinvestor werden?

Hier wird bisher noch nicht einmal beschwichtigend versucht, unterhaltsam, erhebend ästhetisch zu veredeln, kosmetische Eingriffe würden auch gar nichts nutzen. Hier wird Klartext geschrieben: Das ist ein umfassender, interdisziplinärer Totalschaden. Hier wird mit einem in vielfacher Hinsicht monumental absurden Auftritt ein zerstörender Irrweg begangen. Das alles für einen beeindruckenden Einschnitt in das Landschaftsbild als zynische Geste und weithin sichtbares Signum für Arroganz, Macht und Unvermögen!

Ich meine, es wird ein Mahnmal! Der Bürgermeister und der Technische Beigeordnete werden auch sicherlich feierlich mit Wim den ersten Spaten versenken.
Passende Termine dafür wären Helloween (im Undertaker-Kostüm!), Totensonntag, Allerheiligen, oder der Koningsdag am 27. April im Jahre 20XX. Traditionell besuchte Beatrix früher am Koninginnedag einen Ort im Lande. Nun übernimmt Wilhelm-Alexander den Job, vielleicht kommt er ja in die Amecker Exklave.

Ja, aber da gab es doch eine Bürgerbeteiligung: “Es soll sich hinterher bitte keiner beschweren, wenn einem das Ergebnis nicht gefällt!” Das haben Sie sicher schon mal gehört oder gelesen!
Prophylaktisch wird, die “Fachleute” sich selbst entlastend, die Verantwortung schon jetzt abgeschoben: der Souverän wird Schuld sein. Seine Vertreter haben das Dilemma ja auch mehrheitlich beschlossen, dann kann der Bürger auch die Konsequenzen dieser geist- und verantwortungslosen Planung tragen!

Genau zu diesem Thema sei noch unbedingt gesagt: Es ist geradezu eine Schande, ein Unding und zugleich der perfide Ausdruck einer überheblichen Geringschätzung der Betroffenen, genau diesem Bürger eine solche Planung überhaupt vorzustellen. Es ist originäre Aufgabe dieser “Verwaltungsfachleute”, so etwas zu verhindern, schon im Keim zu ersticken! Wer solche, in Pläne gegossene Investorenallmachtsfantasien als vermeintlich fachlich qualifizierte Person, mit sich mir nicht erschließen wollender Motivation, bis in die Entscheidungsprozesse kommen lässt, hat bereits kläglich versagt und der Stadt schon allein dadurch Schaden zugefügt! Und dann sollen die betroffenen Laien in einem gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren eben diesen selben, seltsam motivierten, vermeintlich qualifizierten Fachprofis gegenübersitzend, in die politischen Entscheidungsprozesse angemessen gewichtet involviert werden? So involviert, dass Bedenken und Anregungen ernst genommen, fair abgewogen und eingearbeitet, anstatt lupenrein nach Investorenkalkül abgebügelt zu werden!
Hier wurde deutlich, der von “glaubwürdigen, bürgernahen und kompetenten Kräften” als rettender und heilsbringender Prophet eingestufte Investor, sollte im Verfahren auf keinen Fall verärgert werden. Der ist ja auch einfach zu keinem noch so kleinem gewinnschmälernden Kompromiss bereit und gegenüber seinen total überzeugenden städtischen Partnern in Verhandlungen sowieso schrecklich leidenschaftslos stur und hartnäckig – was soll man da auch machen?

Bürgerbeteiligung war, ist und bleibt ganz sicher in Amecke ein geradezu arroganter, anmaßender und selbstgefälliger Akt der Ruhigstellung, ein rein dekorativer Partizipationismus!

Es scheint aber auch dem fehlenden Bewusstsein für gesellschaftliche Belange, dem ausschweifend, überbordenden Unwissen und vielleicht auch der fehlenden Sensibilität, dem Charakter der agierenden Personen geschuldet! Mit diesem traurigen Projekt soll dann auch noch florierendes Marketing, eine unglaubliche tolle Vision einer Zukunftsperspektive in einer wirtschaftlich oranjefarben-blühenden Landschaft suggeriert werden!

Oder ziehen diese Marionetten doch nur einseitig, aber wunschgemäß “partnerschaftlich”, am Strang des holländischen Messias? Zweifel über Zweifel!

Die öffentliche Hand ließ und lässt den öffentlichen Raum nicht “profilieren und inwertsetzen”, hierzu gibt es gar kein Bewusstsein! Stattdessen lässt sie mit Hilfe antiquierter Modelle einer kommerziellen Überformung mit aufgeräumten, blitzblanken und überschaubaren Ordnungsvisionen ein ästhetisches, ein ökologisches und soziales Massaker zu! So wird nicht nur Amecke, sondern die ganze Stadt Opfer des verantwortungslosen und desorientierten touristischen Hypes einiger weniger, bornierter Personen!

Es gibt Menschen im Sauerland, die glauben, auf lokale Wertschöpfung verzichten und sich dem mittlerweile irrwitzigen Verdrängungswettbewerb ergeben zu können. THING BIG ist die Devise! Scheiß Bauernladen, blöder Metzger um die Ecke! Kleinstrukturen sind nicht sexy! Sie möchten sogar alle Dörfer am liebsten mit einem Discounter ausstatten. THING B I G ! Lieber mega und schlecht, als kleinteilig, nachhaltig und gut! Der neue Leitspruch! Wie schon gesagt: Am besten das Ganze noch ohne lokale Wertschöpfung!

Aber ist uns Bürgern wirklich die offensichtliche Überforderung der zu allererst Verantwortlichen aus Verwaltung und Politik so weit egal, dass Planungen zu solch einem unakzeptabel hohen Preis, zum Schaden der Allgemeinheit einfach an private Investoren, mit all den daraus folgenden Konsequenzen abgegeben und komplett kritiklos dem Bürger aufgelastet werden?

Dieser Plan in Amecke, dieses Imitat einer suburbanen Ödnis gleicht der Kopie eines Albtraums, er ist eine Kriegserklärung der Investoren an die Stadt, gegen die Bürger von Amecke und ganz Sundern. Er beinhaltet nicht nur ein paar kleine Planungsfehler scheinbar engstirniger und willfährig devoter Verwaltungsangestellter und planender Fachtrottel, die von einer an der Stadt interessierten Politik mit Sinn für die positive Daseinsvorsorge ausgebügelt werden könnten. Nein, dieser Plan ist in sich schlüssig ein einziger, großer Planungsfehler, der auf keinen Fall ausgeführt werden darf. Dieser planerische Overkill generiert Mehrfachvernichtungskapazitäten!

Hier müssen endlich die Verantwortlichen, die diese Planung heute noch verdächtig “appellativ” verteidigen, zurückgepfiffen werden!

Genau diese Personen müssten endlich selbstkritisch Mut und Stärke beweisen, indem sie zur Vernunft kommen und zumindest ein Bewusstsein für die prekäre Lage entwickeln! Hier bedarf es dringend einer kompletten Neudefinition, einer Initiation neuer, vernunftbezogener Planungsprozesse, auch unter Berücksichtigung der sozialen Auswirkungen!

So wie es sich darstellt, ist unser holländischer “Partner” ein echtes, ausgekochtes Schlitzohr. Dieser “durchtriebene Bursch mit Absichten” ist taktisch, treffender gesagt strategisch, seinen Verhandlungspartnern auf städtischer Seite weit überlegen und baut gerissen kompromisslos geschäftstüchtig und lohnend ertragreich seine Unersättlichkeit weiter aus.

Das alles ist ein großes Versagen der Stadt. Trotz der bisher schon öffentlich bekannt gewordenen Spitze des Eisbergs, erprobt man sich fleißig weiter im havarieren.
Jetzt wird auch noch, die dem städtischen Verhandlungsgeschick geschuldete und erst möglich gemachte verschärfte Handlungsstrategie der Holländer von den verdächtigen Verantwortlichen auf städtischer Seite nicht nur tatenlos zugesehen, sondern es wird auch noch schadensetablierend zugearbeitet! Schicksal (Schicksal, von altniederländisch Schicksel, „Fakt“)! Es war aber, ganz nebenbei bemerkt, nicht von Zufällen bewirkt oder von göttlichen Mächten vorherbestimmt, also kein Schicksal, dass die Titanic unterging,
sondern geschichtlich dokumentiert, gröbste Fahrlässigkeit und Arroganz, das ist Fakt, im deutschen und altniederländischen Sinn! Nech, Wim?!

Das Drama geht weiter und lässt die Hoffnung auf Charakterstärke und Schadensbegrenzung schwinden und öffnet folglich natürlich weiter der Gerüchteküche Tür und Tor. Wahrlich ein Schrecken ohne Ende. Es bleibt abzuwarten, wann die nächste Havarie für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird.

Die angekündigte bauliche Verdichtung der Bebauung, d.h. 220 Gebäude x 2 Wohnungen x 4 Personen, plus, plus, plus, das bedeutet vielleicht 4.000 Holzschuhe? Vielleicht sogar 5.000 allmorgendliche Käsescheiben? +++, das ist diesmal aber kein Gütesiegel für eine hohe Qualität, sondern in dieser Form eine weitere Belastung, eine weitere Verhandlungsniederlage
der Stadt! Das ist schon wieder reichlich starker Tobak, könnte man meinen, doch da hat der Kapitän mal wieder einen Eisberg auf das Schiff steuern lassen, da hat der Schwanz mal wieder mit dem Hund gewackelt!

Diese Verdichtungsbestrebung sollte allerspätestens jetzt, für den mündigen Bürger und dessen politische Vertreter aller Parteien, der vielbesagte Tropfen sein, der das Fass endgültig zum Überlaufen bringt.

Was einfach nicht aufhören will maßlos zu ärgern, ist die Indifferenz der Verantwortlichen, ihre fehlende Vorstellungskraft, ihre völlig unverständliche, geradezu depressiv wirkende Hingabe an das scheinbar unabänderliche Verlangen der am Gemeinwohl komplett desinteressierten Profiteure. Das ist der eigentliche Skandal! Das ist eine vollständig unverständliche Desorientierung, dessen Ergebnis noch nicht einmal verdient, als überfauler Kompromiss mit wenigstens nuklear-winzigen Vorteilen und Gewinnen für die Stadt bezeichnet zu werden. Es ist alles wesentlich schlimmer und wird zur Krönung tatsächlich immer noch von den gleichen üblich verdächtigen Honorationen der Stadt als erfolgreiches Stadtmarketing tituliert!

Die Widersprüche sind aber vielleicht nur scheinbar unauflösbar. Jetzt spekuliert nicht nur der erfolgreiche holländische Investmann, nun “spekulieren” alle, da sich heute kein frei urteilender Bürger der Stadt Sundern noch vorstellen kann, dass bei diesem, fachlich und sachlich überhaupt nicht zu fundamentierenden Projekt, in dessen Umfeld bereits staatsanwaltschaftliche Untersuchungen laufen, alles rechtens zuging. Nur wenn diese Geschichte inhaltlich, narrativ um illegale Energien ergänzt wird, dann taugt dies zwar nicht zum Thriller, es wäre dann aber so einiges endlich plausibel zu erklären und macht insgesamt auch einen “gewissen Sinn”! Aus diesem Grunde ist einfach nachvollziehbar und durchaus verständlich, wenn in täglichen Gesprächen in der Öffentlichkeit das Handeln der beteiligten Akteure schon den Drehbuchinhalten abendfüllender Krimis über Korruption und Geldwäsche gleichkommt. Hier hört man auch die über allem schwebende Hoffnung heraus, dass auch dieses Problem, den trägen, müden und teilweise genervten Politikern zur Hilfe eilend, vielleicht auch vom Staatsanwalt gelöst werden könnte.

Erklärung für die exklavenähnliche Planungssvariante könnte ansonsten nur noch die von den Vertretern der Planungshoheit natürlich fälschlich angenommene Angst einer traditionell konservativ geprägten Bevölkerung des Sauerlands, vor einem aus der Geschichte aufgeschlossen, liberal, freiheitlich und weltoffen geprägten Seefahrervolk sein. Die haben ja alle eine “Amsterdamer Coffeeshopmentalität”! Wozu der Kabarettist sagt: “Die kiffen ja alle!” Kiffen? Und da kommt dann doch die “Neununddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, kurz 39. BImSchV, die „Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen” ins Spiel! :-) Die “Käsköppe” sind dann auch zusätzlich verschärfend noch mehrheitlich keiner Religionsgemeinschaft zugehörig, von dem Rest auch noch welche protestantisch geprägt! Um Gottes willen! Jetzt verstehe ich, das kann planerisch gar nicht anders gemacht werden! Das geht sonst im Sauerland nicht gut!!

Jetzt aber mal ohne Spaß:

  • Hier geht es um schnöde Kohle, um so richtig viel Mammon für Wim! Wim = Gewinner!
  • Ob der glückliche Wim legal teilhaben lässt, ob überhaupt irgendjemand in Sundern legal mitverdienen kann, bezweifle ich. Stadt = Verlierer!
  •  Ob es wohl irgendeine lokale Wertschöpfung, bis auf schnell verklingende Minimalimpulse, außerhalb des Gettos geben wird? Stadt = Verlierer!
  • Bringt Wim`s Projekt überhaupt irgendeinen Vorteil für das Gemeinwesen? Nein! Stadt = Verlierer
  • Aber das Freibad könnte doch als Minimalkonsens sinnvoll in Wim` s Konzept eingearbeitet werden!
  • Das sollte man meinen, dieser Bürgerwunsch ist aber in den “eisenhart von der Stadt geführten Verhandlungen leider havariert und untergegangen”. Stadt = Verlierer, Wim = Gewinner!
  • Aber bitte, bitte lieber Partner Wim, nur ein ganz wenig Win-Situation für den Naturschutz und einen sanften Tourismus. Aber nicht doch! Stadt = Verlierer, Wim = Gewinner!
  • -Verwaltung und Politik sehen in Sundern keine Potentiale und verhalten sich, als wäre unsere Stadt ein Ramschladen! Glauben Sie nicht? Warten Sie ab!
    Stadt = Verlierer, Wim = Gewinner!
  • etc. Stadt = Verlierer, Wim = Gewinner!

Stadtmarketing????? Nein, bestimmt nicht! Aber Wim-Win-Win-Marketing, powered by Stadt Sundern!

So, und damit Sie nicht glauben, hier hat mal wieder jemand seinen dogmatischen Skeptizismus herausgekehrt, surfen Sie nun zur Homepage der “Stadt Sundern”. Gehen hier unter “Rathaus & Politik” zu “Stadtentwicklung & Stadtplanung”, dann weiter auf die “Interaktive Bebauungsplanübersicht”.

Wenn Sie nun Wim` s Spekulationsfläche A 26 direkt am heute noch schönen Sorpesee angeklickt in voller Größe vor sich auf dem Schirm haben, dieses Bild dann gedanklich mit über 220 mehrgeschossigen Gebäuden in exponierter Lage am See und Hang, klobige Häuser, ähnlich der schon errichteten Gebäude anderer Ferienparks, mit 440 Autos mit gelben Kennzeichen samt der dazugehörigen 1760 Gettogästen (mit 3520 klackernde Holzschuhen und morgendlich emittierenden 3520 Pikantje von Antje :)) in Verbindung bringen, dann ist die Evidenz, die offensichtliche Klarheit des Inhalts meines Schreibens doch ganz leicht nachvollziehbar!

Meinen Sie immer noch, das alles wäre übertrieben?

Schreiben Sie mir Ihre Meinung zum Amecker Projekt, ich freue mich auf den Dialog: architekt.juergensmeier@gmail.com

Anmerkung, ganz persönlich: Es geht ja auch um das Thema Urlaub! Ich habe für das nächstes Jahr schon gebucht, in Holland! In Echt!”Was tatsächlich gebaut wird, dient kommerziellen Interessen. Kommerzieller Wohnungsbau ist aber nicht sonderlich interessiert daran, Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu finden. Es geht um Profit!”

David Chipperfield, Architekt, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 4.5.14, Nr.18

Rauchzeichen …

September 23, 2014 in Allgemeines von Marion Neiteler

Da ist es, das Zeichen der “Investoren”: Ein Rauchzeichen in Form einer Presseinformation.

Welchen Zweck jedoch die Herren damit verfolgen, können wir nur vermuten. Boden mulchen, Hecken schneiden für eine “realistische Wahrnehmung der Landschaft”? Das geht doch auch per Computer-Simulation. Wollen sie vielleicht das Gelände nur „aufhübschen“, um es für mögliche Kaufinteressenten der Grundstücke interessanter zu machen?

Lukrativ könnte die Bebauung des bisherigen Parkplatzes und der angrenzenden Grundstücke natürlich auch für bestimmte „Wohnanlagen-Planer“ sein. Eine wesentlich dichtere Bebauung als ursprünglich vorgegeben ist rentabler.

Und plötzlich ist eine neue, von den Holländern gegründete Firma – die Sorpesee Projecten BV – im Spiel. Wo ist eigentlich unser finanzstarker Vollprofi Stepinvest BV geblieben? Und Don van Schaik von Dormio, der einst als Gast in einer Ratssitzung die Hoffnung nährte, es gäbe einen moderaten Verhandlungspartner?
Wer einmal einen Blick auf die Homepage von Dormio wirft sieht, dass sich dort einiges verändert hat: Keine Projekte mehr in Entwicklung, es bleiben nur noch die realisierten Parks.

Vielleicht sind diese „Aktivitäten“ aber auch nur ein Ablenkungsmanöver. Letztendlich ist der Inhalt der “Pressemitteilung” aus Holland vom gleichen nachrichtlichen Wert wie der berühmte Sack Reis, der gerade in China umgefallen ist.

Gleichwohl schleicht sich einmal mehr das Gefühl ein, die Bürger werden für dumm verkauft.
Die Pläne zum Ferienpark wurden mit dem Versprechen beworben, das Freibad zu integrieren. 4000 Unterschriften vergammeln nun in “Ablage P”!

“Wird aber das ´Maß der baulichen Nutzung` so gravierend zu Lasten des Allgemeinwohls verändert, muss ein Bebauungsplanverfahren komplett neu aufgerollt werden”, mahnt H.-J. Jürgensmeier in seinem Kommentar.(siehe: www.blickpunkt-arnsberg-sundern.de/ferienpark-sorpesee-investoren-kuendigen-aktivitaeten-an)

Die Chance, angesichts von Pleiten und Pannen neue Wege einzuschlagen und ruhig und besonnen nach optimalen Lösungen zu suchen, wurde vertan. Wer in diesen Zeiten den Bürgern noch allen Ernstes erzählt, ein Ferienpark dieser Größenordnung sei ein Gewinn für eine Region, macht sich unglaubwürdig.
Uns droht ein Projekt, das den Charakter des Dorfes negativ beeinflussen wird.
Was muss in Sundern noch alles passieren, bevor die Vertreter der Bürgerschaft, die Politiker im Rat, aufwachen?