von BI-Admin

FAQ zum Ferienpark Amecke und zur Regionale 2013

Februar 27, 2013 in Ferienpark von BI-Admin

Am 18.02.2013 fand ein Treffen von ca. 20 Vertretern der Bürgerinitiative AMECKE 21 mit dem Bürgermeister, Herrn Lins, und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung statt. In einem von beiden Seiten sachlich geführten Gespräch wurden von der BI Fragen zu den Projekten Ferienpark Amecke und Regionale 2013 gestellt und von der Stadtverwaltung beantwortet.
Ein zusammenfassendes Protokoll der Bürgerinitiative AMECKE 21 zu diesem Gespräch mit den Fragen und Antworten finden sie unten. Unter www.sundern.de sind Teile der von uns in diesem Gespräch gestellten Fragen auch aus Sicht der Stadt Sundern beantwortet worden.

Fragen und Antworten - Protokoll der Bürgerinitiative AMECKE 21

1. Fragen zum Investor der Ferienparkanlage

1.1 Wie heißt der Investor des Ferienparks und wo ist der Firmensitz?

Antwort: Der Investor ist die Fa. Stepinvest aus Holland. Diese hat eine deutsche GmbH mit dem Namen Sundern Project GmbH gegründet, die für die Abwicklung der Grundstücksgeschäfte zuständig ist. Geschäftsführer ist - auf Wunsch des Investors – Herr Rogoll. Die Stadtmarketing Sundern eG ist Gesellschafterin der Sundern Projekt GmBH mit einer Einlage in Höhe von 25.000 Euro.

Auf Nachfrage: Die Fa. Sorpesee Resort GmbH ist ebenfalls eine GmbH des holländischen Investors mit Sitz in Deutschland – GF hier ist ein Herr Joosten. Üblicherweise gründen die Niederländischen Investoren Tochterfirmen mit Sitz in dem jeweiligen Land, in dem die Ferienhausanlage angesiedelt werden soll.

Auf Nachfrage: Die Fa. Euro Investors Projekt Sorpesee GmbH mit Firmensitz in Stadtlohn ist dem BM nicht bekannt, obwohl Gesellschaftszweck die Errichtung eines Feriendorfes in Sundern- Amecke ist. Nach erneuter Überlegung kommt der BM zu dem Ergebnis, dass es wohl die GmbH des 1. Investors ist. Dieser hat mit dem Projekt nichts mehr zu tun (Anmerkung BI: Das z.Zt. einzige Schallschutzgutachten ist noch von Euro Investors Projekt Sorpesee GmbH in Auftrag gegeben worden )

1.2 Wann  werden die aktuellen Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt?

Antwort: Die aktuellen Pläne des Investors sollen im März in einer Sondersitzung des Rates bekanntgegeben werden.

1.3.  Welche Referenzprojekte hat der Investor  vorzuweisen?

Antwort: Der Investor ist ein Vollprofi und hat bereits mehrere ähnliche Projekte erfolgreich durchgeführt. Es gibt natürlich Referenzen, Anzahl unbekannt.

Auf Nachfrage:  Eine Liste mit den Referenzprojekten wird dem Protokoll des heutigen Gespräches  beigefügt (…soll auch auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht werden).

1.4.  Wie sieht das Geschäftsmodell des Investors aus ? Verkauft der Investor die Häuser zur Refinanzierung „häppchenweise“ an Privatinvestoren  oder bleibt der Park im Eigentum des Investors?

Antwort:  Genaue Erkenntnisse hierzu liegen der Stadt nicht vor. Es gäbe mehrere Möglichkeiten, für welche er sich entscheidet, ist allein Sache des Investors.

1.5   Ist sichergestellt bzw. geprüft, ob der Investor überhaupt über  ausreichende finanzielle Mittel verfügt, den Ferienpark und insbesondere  den Schwimmbadbereich fertigzustellen?

Antwort:  Bei der Fa. Stepinvest handele es sich um einen äußerst finanzstarken Investor, es bestehen keinerlei Bedenken der Stadt im Hinblick auf eine mögliche Insolvenz des Investors. „Es sind Vollprofis, die genau wissen, was sie tun“ (O-Ton BM)

1.6.  Wird das Projekt in einem fertig gestellt oder in Teilen?

Antwort: Da es sich um einen finanzstarken Investor handele, sei davon auszugehen,  dass der Ferienpark in einem Rutsch fertiggestellt werde. Die zeitliche Planung sieht bislang so aus, dass im Spätherbst  2013 mit den Bauarbeiten begonnen werden soll und eine Eröffnung des Ferienparks in 2015 erfolgen soll.

1.7.  Hat sich die Stadt abgesichert, wenn der Investor insolvent wird?  Sind Bürgschaften  vorgesehen, die sicherstellen, dass das Projekt zu Ende geführt wird?

Antwort : Nein. Da es sich um ein rein privatwirtschaftliches Projekt ohne finanzielle Verpflichtungen der Stadt Sundern handelt, ist dies auch nicht notwendig. Die Stadt verliert nur 25.000 € Geschäftsanteile an der Sorpesee Projekt GmbH. Wenn der Betreiber Pleite geht, ist das der Stadt Sundern erst einmal egal (Zitat BM). In diesem Fall verlässt man sich darauf, dass man schon einen neuen Betreiber findet.

1.8. Mit wem gibt es vertragliche Vereinbarungen, dass das Bad überhaupt gebaut wird?  Wer ist der Eigentümer des Bades?

Antwort: Es ist ein kombiniertes Hallen  – Freibad  in dem durch den Investor zu errichtenden Freizeitzentrum geplant. Es handelt sich hierbei nicht um ein Spaßbad, sondern es ist ein Schwimmbecken in der Größe von ca. 12x 25 m vereinbart, in dem man wirklich nur schwimmen kann. Das Bad  soll nicht in Konkurrenz zum NASS in Arnsberg oder dem AquaMagis in Plettenberg oder den anderen Bädern in Sundern treten.

Auf Nachfrage:  Der Eintrittspreis für das neue Bad soll sich in etwa an dem bisherigen Eintrittspreis für das Freibad Amecke orientieren – voraussichtlich wird der jedoch für das neue Bad etwas höher sein und  bei maximal 4,50 Euro p.P. liegen.

1.9. Der Ferienpark und damit auch das Schwimmbad ist „scheinbar“ ein rein   privatwirtschaftliches Projekt. Hat die Stadt noch Mitspracherecht bzw. gibt es vertragliche   Vereinbarungen, die den dauerhaften Betrieb des Schwimmbades sicherstellen?

Antwort: Es soll natürlich ein dauerhafter Betrieb des Bades sichergestellt werden. Die Stadt Sundern wird sich mit jährlich 125.000 € an den Betriebskosten des Bades beteiligen. Dieser Betrag wird finanziert aus den vereinbarten, freiwilligen Abgabe von  1 € pro Übernachtung, die der Investor an die Sorpesee GmbH zahlen soll. (Anmerkung BI: Diese Gelder stehen der Stadt Sundern somit de facto nicht zur Verfügung). Im weiteren Verlauf der Sitzung merkt der BM an, dass die 125.000 € im gesamten Stadtgebiet für Infrastrukturprojekte eingesetzt werden soll. (BI: 2 x 125.000 € ???)

1.10. Gibt es eine vertraglich abgesicherte Absprache mit dem Investor, dass einheimische Firmen beauftragt werden?

Antwort:  Nein, gibt es nicht. Aber der Investor habe geäußert, dass er sicherlich nicht den Schotter aus den Niederlanden einführen lassen werden. Es sei auf jeden Fall davon auszugehen, dass auch einheimische Firmen an der Bauausführung beteiligt werden. Auch nach Fertigstellung des Projektes würden einheimische Firmen z.B. durch die Vergabe von Reparaturaufträgen an ortsnah ansässige Firmen profitieren.

1.11. In welcher Beziehung steht das Stadtmarketing zur Grenderich Resort GmbH?

Antwort: Der Stadt Sundern ist die Grenderich Resort GmbH mit Firmensitz Rathausplatz 7 in Sundern nicht bekannt. Der BM will sich aber erkundigen und die Antwort im Protokoll liefern.

2. Fragen zum Betreiber der Ferienparkanlage

2.1. Wer ist der Betreiber? Wer ist die Zielgruppe?

Antwort: Hierzu liegen auch noch keine Erkenntnisse vor.

2.2. Wann  werden die Pläne des Betreibers der Öffentlichkeit vorgestellt?

Antwort:  Voraussichtlich in der Sondersitzung im März 2013.

2.3. Welche Referenzen kann der Betreiber vorweisen?

—————————-

2.4. Im Jahr 2012 sollte bereits eine Marktstudie vorgestellt werden. Wo kann man die einsehen? Gibt es die überhaupt?

Antwort:  Diese Studie liegt zwischenzeitlich vor und soll auch im März vorgestellt werden. Zielgruppe sind 80% deutsche und 20% niederländische Gäste.  Der Ferienpark soll auch im Winter durch ein entsprechendes Freizeitangebot für Gäste attraktiv sein (angedacht ist hier eine  Eislaufhalle, Indoor-Spielhalle). Der demographische Wandel wird nicht weiter berücksichtigt – dies liegt im Risikobereich des Betreibers.

2.5. In welchem Verhältnis versteht sich das Projekt zu Ansätzen des sanften Tourismus? Gibt es  hierzu eine wissenschaftliche Begleitung durch unabhängige Experten, die sich in der  Region auskennen (z.B. Lehrstuhl für Tourismus, Frau Prof. Dr. Leder, FH Südwestfalen in Meschede)?

Antwort:  Diese Frage wurde mit einem kurzen Nein beantwortet.

3. Fragen zum Bebauungsplan / Infrastruktur

3.1. Welche Änderungen werden noch am Bebauungsplan vorgenommen?

Antwort:  Das hängt von den Plänen des Betreibers bzw. Investors ab. Änderungswünsche des Investors müssen ggfs. noch berücksichtigt werden. Auf Nachfrage wurde die Vermutung bestätigt, dass der Investor bestimmt, wie genau gebaut wird. Vorgaben im Hinblick auf eine ökologische Bauweise gibt es seitens der Stadt Sundern nicht. (Anmerkung BI: Die Stadt lässt dem Investor offensichtlich völlig freie Hand hinsichtlich der genauen Gestaltung des Ferienparks) 

3.2.  Müssen die Änderungen am Bebauungsplan noch mal  öffentlich gemacht werden? Welche Beteiligung ist noch vorgesehen?

Antwort: Soweit Änderungen im Bebauungsplan vorgenommen werden müssen, werden diese auch entsprechend den gesetzlichen Regelungen bekannt gegeben.

3.3. Was geschieht mi dem Gelände des bisherigen Freibads?

Antwort: Das Gelände befindet sich bisher noch im Besitz der Sorpesee GmbH und wurde noch nicht in die konkreten Planungen der Ferienparks einbezogen. Es ist aber eine Optionsfläche.

3.4. Wie sieht das Parkplatzkonzept aus? Wo und für jeweils wie viele Fahrzeuge sollen Parkplätze entstehen?

Antwort:  Planungen hierzu sind noch nicht endgültig abgeschlossen. Derzeit sieht die Planung so aus, dass  neben den Zeltplatz 5 -120-150 kostenpflichtige Parkplätze gebaut werden sollen. Diese Parkplätze sind für die Tagesbesucher der Promenade gedacht. Für die Besucher der Freizeitanlagen stehen genügend Parkplätze zur Verfügung (in der gleichen Anzahl wie bereits bislang auf dem Parkplatz am Freibad). Darüber hinaus sind noch mehrere kleine Parkplätze (in Einheiten von 10-20 einzelnen Stellflächen) verteilt auf das gesamte Ortsgebiet Amecke geplant. Der BM will dann durch verstärkte Kontrollen in den angrenzenden Nebenstraßen verhindern, dass dort auf der Suche nach kostenlosen Parkplätzen die Straßen zugeparkt und für die Bewohner nicht mehr bzw. schwer passierbar sind. Dies habe man bereits in Langscheid erfolgreich so gehandhabt.

Auf Nachfrage:  Es wird kein Parkplatz an der „Krausen Eiche“ gebaut!

3.5. Gibt es ein verkehrstechnisches Gutachten, welches das Gesamtprojekt (Park + Promenade+ Freizeitzentrum) betrachtet?

Antwort:   Es gibt bislang nur ein Gutachten,  das die Auswirkungen des Ferienparkes betrachtet. Es ist keine Ampelanlage an der T-Kreuzung in Amecke geplant. Die Landstraße sei in der Lage, die erwarteten Verkehrsströme aufzunehmen.

Auf Nachfrage:  Auch bzgl. der Lärmbelästigung Anwohner Am Roden soll auf eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf der Seestraße hingewirkt werden. Dies sei auch in Langscheid gelungen und der BM ist optimistisch, dass ihm das auch für die Seestraße gelingen wird.

3.6. Welche alternativen Verkehrskonzepte sind in der Planung, die eine Anreise ohne Auto  ermöglichen?

Antwort:  Wird als Anregung mitgenommen.

4. Fragen zur Regionale 2013

4.1. Wie ist der Genehmigungsstand für das Projekt „Gesundheitsweg + Sorpepromenade“? Wann wird der 3. Stern vergeben? Wie sieht das vorgesehene Verfahren aus?

Antwort: Bis zum 28.02.13  sollen die Rodungen auf der rechten Seite (zum Roden hin) abgeschlossen sein. Der linke Bereich soll nicht vor Oktober 2012 angefasst werden. Im Sommer 2013 soll mit der Verschwenkung der Landstraße begonnen werden. Einzelheiten zu dem Projekt werden in der Bürgerversammlung am 26.02.2013 in Amecke bekanntgegeben. (Anmerkung BI: Die Bezirksregierung hat mittlerweile “grünes Licht” für Vorbereitende Maßnahmen zur Verlegung der Landstraße gegeben)

4.3. Ist die Realisierung des Projekts Regionale 2013 von der Realisierung des Ferienparks abhängig oder  umgekehrt die Realisierung des Ferienparks von der Realisierung des Regionale Projekts? Gibt es  dort vertragliche Verpflichtungen gegenüber dem Investor?

Antwort:  Die Realisierung des Projekts Regional 2013 ist unabhängig vom Projekt Ferienpark und auf eine alleinige Initiative der Stadt Sundern zurückzuführen. Der zeitliche Zusammenhang ist rein zufällig.

4.4. Wird ein neues Artenschutzgutachten erstellt (wurde im Winter gemacht)?

Antwort:  Es liegt ein Artenschutzgutachten vom 18.02.2013 vor. Es wird jedoch noch eine weitere Vegetationsperiode bis Mai beobachtet werden.

5. Weitere nachrichtliche Anmerkungen:

Lt. Aussage des BM hat der Investor das Gebäude und das Grundstück vom Ruhrverband erworben und es liegt inzwischen auch ein Abrissgenehmigung der Stadt Sundern vor.  Der Investor will das Haus abreißen. Da für die Verschwenkung der Landstrasse das Grundstück benötigt wird, wird der Investor das Grundstück mit der Stadt Sundern tauschen. Welches Tauschgrundstück der Investor erhält , steht noch nicht fest. Linksseitig der Straße übernimmt bzw. behält der Ruhrverband das Eigentum. Die Pflege der Promenade übernimmt die Sorpesee GmbH. Finanziert werden soll dies aus den Parkplatzgebühren. Fest steht, dass der Tennisverein umsiedeln soll. Ggfs. soll auch eine Indoor –Halle gebaut werden, die dann  auch von den Ferienpark Gästen benutzt werden soll.

Der Bau eines Hotels ist eine Option des Investors. Eine von dem Investor in Auftrag gegebene Marktanalyse bestimmt dann die Größe des  Hotels. Der Name des Architekturbüros soll ebenfalls im Protokoll des BM nachgetragen werden.

von BuVo

Wir sind online….

Februar 24, 2013 in Allgemeines von BuVo