November 2017: Offener Brief an Sunderns Bürgermeister Brodel

Dezember 21, 2017 in Allgemeines von S.H.

Ende November 2017 haben wir den folgenden offenen Brief an Sunderns Bürgermeister Brodel, die Ratsfraktionen sowie verschiedenen Pressestellen übersandt:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

“was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.” Getreu diesem Zitat scheint es auch nach Ihrer Wahl  in Sundern weiterzugehen wie zuvor.

Noch im Wahlkampf hatten Sie verkündet: “Mit mir wird es keinen Ferienpark geben” und “Ich werde mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, den Ferienpark zu verhindern”, sieht die Realität heute ganz anders aus.

Wieder wird im stillen Kämmerlein mit einigen wenigen Eingeweihten und den Investoren aus Holland, die in Wirklichkeit Spekulanten aus Belgien sind, verhandelt.

Sie haben einen Arbeitskreis eingerichtet mit Personen, die nicht einmal alle im Rat vertreten sind. Da dieser Arbeitskreis allerdings nicht vom Rat beauftragt ist, darf er Informationen aus dem nichtöffentlichen Teil nicht zur Kenntnis erhalten und arbeitet  deshalb erfolglos. Aus diesem Grund werden wir auch der Einladung zum Gespräch am 22.11.17 nicht nachgekommen, da der AK kein offiziell bestellter Ausschuß mit keinerlei Befugnissen in Bezug auf relevante Entscheidungen ist.

Wir fordern daher, diese Hinterzimmerpolitik zu beenden und in einen Bürgerdialog einzutreten. Sie hatten das Thema Kommunikation zu einem Ihrer wichtigsten Themen im Wahlkampf gemacht. Sprechen Sie mit den Bürgern in einer Bürgerversammlung, informieren Sie offen in den einzelnen Gremien wie Rat und Ausschüssen.

Warum hat der Ältestenrat in so einer wichtigen Angelegenheit zu entscheiden?

Wir fordern ganz klar, dass der inzwischen sieben Jahre alte Bebauungsplan, der nach Baurecht kein besonderes Vertrauen mehr genießt, komplett überarbeitet und an die heutigen Bedürfnisse, Anforderungen und Wünsche angepasst wird, insbesondere in Bezug auf die Größe und der Bauhöhen. Der Bebauungsplan lässt in der Talansicht 4-5 sichtbare Geschosse zu. Da klingt es schon lächerlich, wenn Sie davon sprechen, dass wir “Gestaltungsmöglichkeiten” haben in Bezug auf Farben, Formen und Materialien.

Desweiteren können uns nicht vorstellen, dass irgendjemand im Eingangsbereich (z.Z. Parkplatz) Appartementhäuser in den möglichen Dimensionen (siehe Foto) befürwortet.

Dass diese Feriensiedlung in der geplanten Größe nicht nur unser ganzes Landschaftsbild zerstört und uns zu dem ohnehin immensen Verkehr im Zuge des Airlebnisweges noch mehr Verkehr bringt, sehen inzwischen etliche Bürger so.

Was genau verbirgt sich hinter dem Geschwurbel um den Gebührenbescheid der Stadtwerke? Wollen Sie Herr Bürgermeister andeuten, dass in persönlichen Gesprächen dieser Bescheid zurückgenommen und erlassen oder in Teilen erlassen werden kann? Die Bevölkerung erwartet auch in diesem Punkt eine klare Aussage.

Freundliche Grüße

für die BI Amecke 21-für einen sanften Tourismus