12.12.2013 – Sundern Projekt GmbH insolvent – die Auswirkungen auf das Regionle Projekt sind noch nicht absehbar!

Dezember 12, 2013 in Regionale 2013 von BuVo

Nach Golfclub und Gastwelten ist nun auch die Sundern Projekt GmbH pleite! Wie heute bekannt wurde, hatte die Muttergesellschaft, die Stadtmarketing Sundern eG, am Mittwoch einen Insolvenzantrag für die Sundern Projekt GmbH gestellt. Die Sundern Projekt GmbH sollte in Zusammenarbeit mit dem “künftigen Betreiber” des geplanten Ferienparks die Weiterentwicklung und Umsetzung der touristischen und wirtschaftlichen Infrastruktur in Sundern vorantreiben.

Wie einem Bericht der WAZ (www.derwestten.de) und einerStellungnahme des CDU Stadtverbandes zu entnehmen ist, hatten sich die niederländischen Investoren zuvor mit einem Brief an die im Stadtrat vertretenen Fraktionen gewandt. Hierin teilten sie mit, dass es bei der Sundern Projekt GmbH zu einer wirtschaftlichen Schieflage gekommen ist. Der Vorsitzende Stefan Lange und dessen Stellvertreter Sebastian Booke werden in der Stellungnahme wie folgt zitiert (Auszug):

“… Welche Auswirkungen das auf die laufenden Projekte in Amecke, insbesondere auf das Regionale-Projekt hat, ist derzeit nicht absehbar, muss aber von der Stadtverwaltung in der heutigen Ratssitzung eindeutig beantwortet werden. Zudem stellen die holländischen Investoren teils abenteuerliche Forderungen, unter anderem eine Zahlung in Höhe von 200.000 Euro aus dem städtischen Haushalt an die Projekt GmbH für Planungskosten der ‚Regionale’. Hierfür gibt es aus Sicht der CDU keine Legitimation. Entsprechende Forderungen werden wir demnach eindeutig zurückweisen.”.

Den Bericht der WAZ zur Insolvenz der Projekt GmbH finden sie hier: WAZ, 12.12.2013 – Jetzt auch Sorpe Projekt GmbH insolvent
Die Stellungnahme des CDU Stadtverbandes können Sie hier nachlesen: CDU Sundern, 12.12.2013 – Insolvenz der Sundern Projekt GmbH: Klarheit für Politik und Bevölkerung noch heute!
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Hierzu in der Kürze der Zeit eine erste Anmerkung: Von Seiten der Stadt wurde  immer wieder betont, dass es sich bei den GmbH’s um rein private Gesellschaften handelt und die Stadt daher nur das finanzielle Risiko der Einlage trägt. Dies mag formal richtig sein. Wir stellen jedoch die Frage, wer für eventuelle Zahlungsausfälle haftet? Welches ausführende Bauunternehmen oder welcher Handwerker nimmt von einer GmbH größere Aufträge ohne weitere Sicherheiten an? Welche finanziellen Risiken  ist die Stadt direkt oder indirekt eingegangen? Und dies ist möglicherweise erst der Anfang. Sollten die für den Ferienpark versprochenen (…und noch nie vorgestellten…) öffentlich zugänglichen Freizeiteinrichtungen tatsächlich gebaut werden, könnten auf die Stadt noch noch weitere finanzielle Risiken zukommen – gepaart mit dem Risiko eines kompletten Scheitern des Ferienparks, wenn die Häuser stehen und von den Freizeiteinrichtungen noch nichts zu sehen ist!

Mehr in den nächsten Tagen…